Martinsmarkt

Heimelige Atmosphäre beim Marienthaler Martinsmarkt

Die Familie Nienhaus nutzte die Möglichkeit Stockbrot über den Feuer zu backen, am Samstag 03.11.2018, in Hamminkeln-Marienthal. Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Die Familie Nienhaus nutzte die Möglichkeit Stockbrot über den Feuer zu backen, am Samstag 03.11.2018, in Hamminkeln-Marienthal. Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.   Beim Martinsmarkt gab es wieder traditionelle und ungewöhnliche Waren. Großer Besucherandrang sorgte aber auch für ausverkauftes Essenangebot.

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Zu den Klassikern unter den Märkten in der Region zählt schon seit Längerem der Martinsmarkt in Marienthal. Auch dieses Jahr gaben sich rund 50 Aussteller, Geschäfte und Restaurants auf dem Kirch- und Dorfplatz alle Mühe, die Besucher mit traditionellen und ungewöhnlichen Waren zu erfreuen. Zahlreiche Gäste hatten sich am frühen Samstagabend eingefunden. Wie auch bei den vergangenen Märkten hatten sich die Organisatoren gut vorbereitet: Gut beschilderte Parkplätze und freundliches Personal, das bei der Suche half, begrüßten die Besucher aus Nah und Fern.

Vielfältiges Warenangebot

Heike Maschke von „Kreative Dekoideen Brigitte Hinnemann“ aus Voerde war seit dem frühen Nachmittag vor Ort. „Leider habe ich jetzt zum Essen nur Kartoffeln bekommen. Vieles andere war ausverkauft und die Würstchen lagen gerade erst auf dem Grill“, beschreibt sie die Kehrseite des großen Besucherandrangs. Ähnlich erging es den Kunden der Bäckerei Winkelmann: „Ist leider nicht mehr da“ war der meistgesprochene Satz auf Anfragen der Gäste.

Aber das, was da war, konnte sich sehen lassen: Gefilztes, Geschmiedetes, Gestricktes und Gedrechseltes wechselten sich in bunter Folge ab – und so manche Idee für ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk wird den Besuchern beim Schlendern über den Martinsmarkt gekommen sein. Sehr erfreulich: Die auf Märkten immer mehr zunehmenden Shops mit Massenware wie Handy-Etuis waren nicht vertreten, was der heimeligen Marktatmosphäre spürbar zugute kam. Und wer es richtig besinnlich wollte, konnte in einem kleinen Zelt Stockbrot zubereiten und zur Gitarre Lieder wie „In der Weihnachtsbäckerei“ singen – ein Angebot, das von Groß und Klein gern angenommen wurde.

Handgedrechselte Schreibgeräte

„Wir mögen diese kleinen Märkte mit echtem Handwerk“, freut sich Aussteller Norbert Angenendt aus Wesel-Büderich. Er hat es sich mit seiner Manufaktur „Tintenblau“ zur Aufgabe gemacht, Menschen mit handgedrechselten Schreibgeräten zu erfreuen. Familie Nienhaus nutzte die Möglichkeit, Stockbrot überm Feuer zu backen. Christian Creon left

Nicht weit vom Stand von „Tintenblau“ entfernt waren die treuesten „Gäste“ des Martinimarkts zu bestaunen: Martin und Martina waren bis auf zwei Ausnahmen immer dabei, wenn Anfang November der Markt seine Pforten öffnete. Die zwei Ausnahmen waren die Jahre mit Stallpflicht wegen der Vogelgrippe. Martin und Martina sind nämlich zwei Gänse — und die Maskottchen des Martinsmarkts. Und mittlerweile werden sie auch zu alt sein, um Angst vor dem Kochtopf haben zu müssen...

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