Kunsthandwerk

Herbstzauber im und am Museum in Wesel-Bislich

Die Besucher schauen sich auf dem Herbstmarkt im Museum Bislich an in Wesel. Viele Aussteller verkaufen in und um das Museum ein breites Spektrum an Herbstartikel.

Die Besucher schauen sich auf dem Herbstmarkt im Museum Bislich an in Wesel. Viele Aussteller verkaufen in und um das Museum ein breites Spektrum an Herbstartikel.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Wesel.  Der Herbstmarkt in Wesel-Bislich lockt die Menschen ins Deichdorf. Sie flanieren zwischen den Ständen und decken sich mit Kunsthandwerk ein

Zwischen der Geschichte des Hochwasserschutzes und der des Dorflebens ließ es sich am Wochenende im Bislicher Deichdorfmuseum besonders gut stöbern. Nicht nur die Historie und die Exponate, auch 25 Aussteller und Kunsthandwerker – überwiegend aus der Region – warteten auf die Besucher, um ihre Waren zu präsentieren.

Der elfte „Herbstzauber“, der traditionelle Kunsthandwerkermarkt, stand an. Das Angebot reichte in diesem Jahr wieder von Strickwaren über Postkarten bis hin zu Holzarbeiten, die in den vielen kleinen Räumen des Museums angeboten wurden.

Bewährtes Konzept beigehalten

Hier gibt es keine Massenware. „Das ist ein reiner Kunsthandwerkermarkt“, betonte Silke Terlinden vom Organisationsteam. „Alle Produkte sind in Handarbeit hergestellt wordehttps://www.nrz.de/staedte/wesel-hamminkeln-schermbeck/herbstzauber-lockt-wieder-ins-deichdorf-wesel-bislich-id227403041.htmln. Außerdem achten wir darauf, dass alles nur einmal da ist. Wenn es mehrere Schmuckhändler gibt, bietet jeder von ihnen aber etwas ganz anderes an.“

Am Konzept haben die Veranstalter größtenteils festgehalten, allerdings hatte jeder Aussteller in diesem Jahr einen anderen Platz zugeteilt bekommen. So ergab sich ein ganz anderes Bild.

Direkt im Eingangsbereich hatte Ilona Knaup ihren Stand, an dem sie selbstgenähte Teddybären und Stofftiere verkaufte. Es war das achte Mal, dass die Oberhausenerin in Bislich zu Gast war. „Hier ist immer ein nettes Publikum und die Veranstalter treffen eine gute Auswahl an Händlern, die verkaufen dürfen“, sagte sie. Gut 200 Teddys gesellten sich am Wochenende auf dem Tisch. Alle sind selbst entworfen und genäht. Auch die Schnittvorlagen fertigt Knaup selbst an. Für sie ist der Markt die Einstimmung auf die kommenden Weihnachtsmärkte.

Selbst Regenwetter schreckt nicht ab

Apropos Weihnachten: Auch die ersten vorweihnachtlichen Dekoartikel und Gestecke gab es. An diesen Ständen blieben schon besonders viele Besucher stehen. „Das ist richtiges Handwerk und kein Kitsch. Mir gefallen die Sachen sehr gut“, sagte Besucher Jürgen Fischer.

Mit der Resonanz war Silke Terlinden zufrieden. „Samstags kommen durchschnittlich 700 Besucher. Wir zählten am frühen Nachmittag schon 600.“

„Die Bislicher sind so herzlich“

Selbst das durchwachsene Wetter machte dem Markt eben keinen Strich durch die Rechnung, schließlich waren die meisten Stände im Gebäude und selbst an den Ständen im Innenhof wurde trotz Regenschauern gestöbert. Daher waren auch Anja Elting und Ulrike Maas zufrieden. Sie boten Unikate aus Holz an. Die kleinen Würfel bedruckten oder bemalten sie mit Sprüchen und Lebensweisheiten. Seit fünf Jahren bauen sie hier ihre Verkaufshütte im Deichdorfmuseum auf. „Die Organisation ist toll und die Bislicher sind so herzlich“ schwärmt Elting.

In der Cafeteria konnte man sich aufwärmen und es gab selbst gebackene Kuchen und Torten. Darauf war man besonders stolz.

Erlös geht ans Museum

Privatpersonen aus dem Dorf haben diese nämlich gebacken und gesponsert. Der Erlös vom Verkauf geht ans Museum. Und so wurde noch kräftiger zugeschlagen.

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