Rosenmontagszug in Dingden

Humpenpumpen legen los wie die Feuerwehr

Echte Hingucker und Gewinner in der Kategorie „schönster Wagen“:  Die „Humpenpumpen“ kamen mit Tatü-Tata sowie Blaulicht und strahlten  zu Recht mit der Sonne um die Wette.

Echte Hingucker und Gewinner in der Kategorie „schönster Wagen“: Die „Humpenpumpen“ kamen mit Tatü-Tata sowie Blaulicht und strahlten zu Recht mit der Sonne um die Wette.

Foto: Gerd Hermann

Hamminkeln.   Beim Dingender Rosenmontagszug erfreuen rund 20 Gruppen etwa 3000 Besucher am Straßenrand. Originelle Brandbekämpfer stellen den tollsten Wagen.

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Es qualmt aus dem hinauf- und herunterfahrenden Schlauchturm auf dem aufwändigen Karnevals-Wagen der Feuerwehr, die als „Humpempumpen“ zunächst die laut Organisator rund 3000 Zuschauer entlang der Zugstrecke und dann auch noch die Jury vollauf begeisterte.

Als „Feuerwehrautos“ und Flammen verkleidet, schwirrte dazu die Fußgruppe der Humpenpumpen rund um die originelle neue Dingdener Feuerwache aus Pappe.

Einige lustige Sprüche zierten die Außenwände: „Gibt’s in Dingden große Not, kommen wir mit unserem Plastikboot“ oder „Wird der Hund mal wieder ausgebuddelt, wird die Feuerwehr geknuddelt.“ Ohne Frage: Das war der optische Höhepunkt des gestrigen Rosenmontagszuges, der bei eisigen Temperaturen aber tollstem Sonnenwetter durch die Straßen Dingdens zog.

„Wir sind ein kleiner Zug, bei dem man noch ohne Angst und auch mit dem Kinderwagen herkommen kann“, freute sich Zug-Organisator Michael Baur.

Besonders gelungen: Beate Kamps als Heißluftballon

Rund 20 Zugnummern gab es gestern zu bestaunen. Viele originelle Ideen hatten die Karnevalisten in mühevoller Arbeit zu echten Hinguckern verwandelt.

So Beate Kamps, die als Heißluftballon einer örtlichen Brauerei im Zug mitging – sie stecke mitten in dem Korb. „Feldschlösschen hatte früher wirklich mal einen Ballon. Den nachzubauen, war gar nicht so einfach – der Kleister musste ja immer erst trocknen. Ich habe vier Wochen daran gebaut. Zum Glück ist aber alles fertig geworden, gleich kann ich also abheben“, so die Hamminkelnerin.

Die Nachbarschaft der Kinderprinzessin aus der Nikolaus-Große-Straße kam passend zum Namen komplett in Nikolaus-Montur. So viele dieser „Heiligen Männer“ hat man wohl selten auf einen Pulk gesehen.

Kein Wunder, dass die Langbärtigen später auf Platz zwei der Fußgruppen gewählt wurden.

Sieger wurden die Caritas-Mitarbeiter, die als Sterne verkleidet, mit dem Slogan „Unser Stern leuchtet hell und klar, wir bleiben top, wie’s immer war“ die Jury am meisten beeindruckten.

Dritte bei den Fußgruppen wurden die Jugend-Kicker von Grün-Weiß Lankern.

Strafgefangene mit eigenem detailgetreuen Gefängnis

„Die Säcke“ kamen als Strafgefangene mit eigenem detailgetreuen Gefängnis des Wegs und sicherten sich so den zweiten Platz bei der Wagenwertung, Bronze ging an das lustige Gefährt des Hamminkelner Heimatvereins, der unter anderem den Zustand der Straßen aufs Korn nahm: „Lasst uns den Olymp bezwingen und mit unseren schlechten Straßen ringen. Buckelpisten mit Radar – das ist hier Olympia!“

Zu den olympischen Winterspielen müsse man gar nicht nach Südkorea schauen, man habe genug olympia-taugliche Anlagen gleich vor der Haustüre – zwei Beispiele: „Riesenslalom auf der Ringenberger Straße“ und „Sprungschanze Brüner Straße.“

Die Dingdener Narrenburg samt Kinderprinzenpaar Julia und Tyler begeisterte die gut gelaunten Narren am Straßenrand ebenso wie die Prinzenpaare aus Brünen und Dingden – sie alle schleuderten süßen Sachen unters Narrenvolk und versprühten prächtige Laune.

Viele weitere Impressionen vom Dingdener Zug gibt es hier.

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