Naturschutz

Hunde in der Dingdener Heide anleinen

Um das Naturschutzgebiet Dingdener Heide vor freilaufenden Hunden zu schützen, gab es am Sonntag den Aktionsauftakt zur Aufklärung von Hundebesitzern (von links): Matthias Bussen, Vorsitzender der Stiftung Dingdener Heide, Bürgermeister Bernd Romanski, Ingbert Schwinn, NABU Wesel, Rudolf Souilljee, NABU Borken.

Um das Naturschutzgebiet Dingdener Heide vor freilaufenden Hunden zu schützen, gab es am Sonntag den Aktionsauftakt zur Aufklärung von Hundebesitzern (von links): Matthias Bussen, Vorsitzender der Stiftung Dingdener Heide, Bürgermeister Bernd Romanski, Ingbert Schwinn, NABU Wesel, Rudolf Souilljee, NABU Borken.

Foto: Gerd Hermann

Hamminkeln.   Es gibt sie immer wieder, Hundehalter, die hier ihre vierbeinigen Lieblinge ohne Leine laufen lassen. Mit Aufklärung soll sich das ändern.

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Einen Spaziergang durch die Heidelandschaft machen auch Hundebesitzer gerne – und einige lassen dabei ihren Vierbeinern auch freien Auslauf. Im Naturschutzgebiet ist das allerdings verboten und das mit gutem Grund. „Die Heide ist mit ihren weiten Flächen ein Refugium für die großen Brachvögel in der Region“, sagt Matthias Bussen, Vorsitzender der Stiftung Büngernsche/Dingdener Heide. Und die haben ein großes Problem, wenn Hunde in die freien Flächen eindringen. „Das kann dazu führen, dass die Vögel ihre Nester ganz verlassen oder so lange vertrieben werden, dass die Eier auskühlen“, erklärt Josef Tumbrinck, der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Nordrhein-Westfalen.

Immer wieder weisen die ehrenamtlichen Mitglieder der Stiftung Hundebesitzer auf die Leinenpflicht hin. Manche Hundehalter sind einsichtig, andere reagieren aggressiv. Von „Frustration“ spricht einer der Ehrenamtler. Das war auch der Grund, Handzettel herzustellen. Und das nicht mahnend, sondern eher positiv: „Ihr Hund kann Leben retten!“, steht vorne auf den Handzetteln.

Zettel statt Ordnungsmaßnahmen

Auf der Rückseite wird erklärt, warum es wichtig ist, die Vierbeiner an der Leine zu lassen. Diese Handzettel sollen nun an Hundebesitzer verteilt werden, die in der Heide unterwegs sind.

„Wir haben lange überlegt, mit Ordnungsmaßnahmen vorzugehen, aber wir haben uns dann zu dieser Aktion entschieden“, erklärt der Hamminkelner Bürgermeister Bernd Romanski, der gemeinsam mit seinem Amtskollegen Jürgen Bernsmann aus Rhede die Aktion unterstützt. „Wenn man langfristig etwas verändern will, dann muss man die Menschen mitnehmen“, erklärt er. Nach den bisherigen Eindrücken der ehrenamtlichen Helfer, die regelmäßig in der Heide unterwegs sind, ist es etwa die Hälfte der Hundehalter, die sich bisher noch nicht an die Leinenpflicht hält. Dabei sähe die Alternative so aus, dass man weite Teile der Heidelandschaft einzäunen müsste, um die Vögel zu schützen. „Zäune würden die ganze Heide kaputt machen“, erklärt Bernd Romanski.

Alle sollen ihre Freude haben

Dabei kann man sich durchaus noch weitere Maßnahmen vorstellen, um die Heidelandschaft zu schützen. Etwa deutlichere Informationen zum Naturschutzgebiet an den Zugängen. „Bei Bedarf könnte man auch an den Eingängen abgesperrte Bereiche schaffen, in denen die Hunde frei laufen können“, erklärt Josef Tumbrinck. Denn am Ende sollen natürlich alle ihre Freude am Naturschutzgebiet haben.

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