Naturschutz

In Hamminkeln wird der Acker zur Streuobstwiese

Die Kinder Marlene, Johanna, Helena, Noel, Lara, Joshua sowie Amin Tenfelde, Arndt Uhland, Hans-Jügen Potten, Bernd Loskamp, Heinrich Tebbe, Ernst Tebbe, Jan Ebbers, Raimund Vornweg, Manfred Reeh, Ralf Rüsken, Dennis Schmedes und Willi Flores auf der zukünftigen Streuobstwiese, bei der Pflanzaktion in Hamminkeln.

Die Kinder Marlene, Johanna, Helena, Noel, Lara, Joshua sowie Amin Tenfelde, Arndt Uhland, Hans-Jügen Potten, Bernd Loskamp, Heinrich Tebbe, Ernst Tebbe, Jan Ebbers, Raimund Vornweg, Manfred Reeh, Ralf Rüsken, Dennis Schmedes und Willi Flores auf der zukünftigen Streuobstwiese, bei der Pflanzaktion in Hamminkeln.

Foto: Andreas Hofmann / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Dort, wo 2016 das Hamminkelner Hochwasser einer 220-jährigen Kastanie den Garaus machte, entsteht auf dem Acker eine Ostwiese. Alle packen mit an

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Auf der Wiese vor dem Hof von Willi Flores herrschte jetzt aktive Geschäftigkeit. Über ein Dutzend Freunde, Nachbarn und Bekannte verteilten sich bei zwei Grad plus mit Handschuhen und entsprechender Kleidung auf der 2700 Quadratmeter großen Wiesenfläche, um sich an das Einpflanzen der knapp 30 Bäume zu machen.

Der neunjährige Joshua erklärte recht anschaulich, welche diversen Schritte des Einpflanzens unternommen wurden. „Man buddelt Löcher und muss die Bäume da einpflanzen. Da macht man einen Schutz drum und haut dann Pflöcke ein, und bindet da dann was um die Bäume rum.“ Volker Kerkenpaß stand auf der von Armin Tenfelde festgehaltenen Leiter und holte mit einem großen Vorschlaghammer kräftig aus. „Rechts und links der Bäume kommen die Pfähle hinein, und dann werden die Bäume mit einem Band fixiert“, erklärte der Brüner, während er einen großen Holzpfahl in die Erde trieb. „Dann werden die Bäume mit einem breiten Band fixiert. Und ein Bissschutz für die Rehe und Kaninchen ist dran, damit die die Rinde nicht abfressen.“

Willi Flores will was für die Allgemeinheit tun

Die Initiative für die Pflanzaktion war von Willi Flores ausgegangen, dem die Fläche vor seinem Gut auch selbst gehört. „Der Auslöser war eigentlich die 220 Jahre alte Esskastanie, die wir im Zuge des Hochwassers von 2016 verloren haben.“ Das wertvolle Naturdenkmal musste damals gefällt werden. Also wurde aus der Kastanie eine Bank für die Nachbarschaft. Dafür kamen zwei neue Kugelsumpfeichen in Banknähe. „Als ich dann da saß, kam mir das irgendwie zu wenig vor“, erläuterte Flores: „Ich hab mir dann gedacht, was ist gut für die Allgemeinheit?“

Und da kam ihm die Idee mit den 21 Bäumen – am Ende sollen es jetzt 23 werden, weil noch zum Nachpflanzen Platz ist. „Hier war früher Gerste, das haben wir dann alles vermessen und mit dem Pächter meiner Fläche, Bauer Benedikt Hülsken, besprochen.“

Das Obst soll zu van Nahmen gehen

Der Natur was zurückgeben, war der Impuls. Hülsken war damit einverstanden, die Fläche an Flores wieder abzugeben und bereitete das Gelände vor, damit auf den 2700 Quadratmetern eine Wiese entstehen kann. „Die Obstbäume haben wir bei van Nahmen bestellt und gestern mit der Firma „Grüne Hand“ aus Hamminkeln abgeholt.“ Das Obst soll auch später an van Nahmen geliefert werden. Die Firma hatte dafür gesorgt, dass rund um die Wiese 160 Meter Feldahornhecke gesetzt werden. „Da haben wir auch pflaumenblättrigen Weißdorn eingesetzt - als idealen Nistplatz für Singvögel“, meinte Ralf Rüsken von der „Grünen Hand“ - zugleich auch ein guter Freund von Flores.

„Es gibt ökologisch nichts Wertvolleres als Streuobstwiesen“ unterstrich der Fachmann. Für all die Hilfe und Unterstützung sei er allen von Herzen dankbar, so Flores weiter: „Wir haben alle etwas für den Klimaschutz getan.“ Das sahen alle Beteiligten auch so. „Das ist eine tolle Verschönerung der Wohngegend“, meinte Rüsken.

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