Ausbildung

Jobbörse in Wesel: Den passenden Arbeitsplatz finden

Potenzielle Azubis treffen Firmen auf Nachwuchssuche: Das Interesse auf beiden Seiten war in der Niederrheinhalle groß.

Foto: Gerd Hermann

Potenzielle Azubis treffen Firmen auf Nachwuchssuche: Das Interesse auf beiden Seiten war in der Niederrheinhalle groß. Foto: Gerd Hermann

Wesel.  Auf der Jobbörse in der Niederrheinhalle präsentierten zahlreiche Unternehmen aus der Umgebung, aber auch aus den Niederlanden, offene Stellen.

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Lukas Baumann kniet auf dem Boden, in seiner rechten Hand hält er einen Naturstein. Vor ihm liegt ein Fundament aus Sand, mit fokussiertem Blick wählt er die beste Seite des Steines aus und drückt ihn fest in das Fundament – einen bis anderthalb Zentimeter. Im Anschluss kontrolliert der Straßenbauarbeiter im dritten Lehrjahr das Fugenbild zwischen den Natursteinen. Auf der gestrigen Jobbörse in der Niederrheinhalle gehörte das Bildungszentrum des Baugewerbes zu den Ausstellern.

„Viele handwerkliche Betriebe suchen Arbeitskräfte, wir möchten Begeisterung dafür entfachen und es hiermit veranschaulichen“, sagte Stephanie Labrenz, Regionalleiterin Pädagogische Maßnahmen beim Bildungszentrum des Baugewerbes. Nicht nur in diesem Tätigkeitsbereich informierten die Aussteller über Jobangebote. Die Bundespolizei, Edeka Komp oder auch das Büdericher Unternehmen Imgrund präsentierten den Besuchern in der Zeit von 10 bis 16 Uhr die unterschiedlichen Berufsmöglichkeiten. Insgesamt gibt es laut Agentur für Arbeit in den Kreisen Wesel und Kleve aktuell 6300 offene Stellen. „Die Vielfalt ist das Besondere an der Veranstaltung, es werden auch Last-Minute-Stellen angeboten“, so Sabine Hanzen- Paprotta, Sprecherin der Arbeitsagentur Wesel.

Betrieb und Produktionskette kennenlernen

Regelmäßig Ausbildungsplätze bietet auch das Hamminkelner Unternehmen Van Clewe Textilveredlung an, wenn auch aktuell keine kurzfristigen Ausbildungsstellen: „Für den 1. August 2018 stellen wir neue Auszubildende ein“, betonte Marko Rottstegge. Das Ausbildungsprogramm unterscheidet sich anfangs ein wenig von üblichen: „In den ersten anderthalb Monaten lernen die neuen Auszubildenden den Betrieb und die Produktionskette mithilfe eines Projektes näher kennen“, so Rottstegge.

Auf folgende Ausbildungsberufe können sich Interessierte unter anderem bewerben: Maschinen- und Anlagenführer, Textil-Produktveredler oder Mechatroniker. Um eine der begehrten Lehrstellen zu ergattern, ist eine gute Bewerbung samt erfolgreichem Vorstellungsgespräch notwendig. In der Nieder­rheinhalle konnten Besucher ihre Bewerbungsmappen checken lassen.

Zahlreiche Bewerbungstipps

Worauf es ankommt, verrät Helmut Zekorn von der Arbeitsagentur Wesel: „Der Lebenslauf sollte lückenlos sein, das Bewerbungsanschreiben sollte die besonderen Fähigkeiten darstellen und genau auf die Stellenausschreibung ausgerichtet sein.“ Darüber hinaus sei es besonders wichtig, auf Rechtschreibung und formale Standards zu achten. Für das Vorstellungsgespräch gibt er den Tipp, es vorher zu simulieren und einfach authentisch zu sein. Dieser Ratschlag könnte auch dem 28 Jahre alten Deniz Baethke nutzen, der auf Arbeitssuche ist und sich jetzt auf eine vor Ort entdeckte Stelle als Chemietechniker bewirbt.

Programm und Integration Point

  • Zahlreiche Vorträge informierten die Besucher in der Niederrheinhalle zum Beispiel über Themen wie „Arbeiten in den Niederlanden“ oder „Wie bewerbe ich mich richtig?“ Für Flüchtlinge bot der Integration Point eine gezielte Beratung an, das Angebot umfasst unter anderem eine individuelle Berufswegeplanung und eine Förderung der beruflichen Bildung.

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