Sportplatz Bruckhausen

Kampf um den Sportplatz beim TV Bruckhausen

Marcel Krause (r.) erklärt Bürgern die Situation. Zur Anschauung hatte die Initiative ihren favorisierten Plan und den der Gemeinde mitgebracht.

Foto: Gerd Hermann

Marcel Krause (r.) erklärt Bürgern die Situation. Zur Anschauung hatte die Initiative ihren favorisierten Plan und den der Gemeinde mitgebracht. Foto: Gerd Hermann

Hünxe.   Die Bruckhausener Initiative spricht sich gegen eine Bebauung der Sportfläche aus und lud zu einer Infoveranstaltung am Danziger Platz ein.

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„Ich habe das Gefühl, dass die Meinung der Bürger in der Sache gar nicht berücksichtigt wird“, bedauerte Marcel Krause, Vorsitzender der Initiative Sportplatz Bruckhausen, bei einer Infoveranstaltung am Danziger Platz vor Edeka in Hünxe. Die Spielstätte beim TVB soll verkleinert werden und Platz für neuen Wohnraum schaffen. Bereits vor vier Jahren kam diese Idee bei der Gemeindeverwaltung das erste Mal auf.

Schon damals zogen Gegner von Haus zu Haus und machten auf das Vorhaben aufmerksam. „Wir haben keinen Bewohner getroffen, der sich gegen den Erhalt des Sportplatzes ausgesprochen hat“, erklärt Krause. Auch in einem Meinungsbild, das die Gemeinde Hünxe angefertigt hat, sprach sich die Mehrheit für den Erhalt des Sportplatzes aus. Vor einem Jahr sei jedoch ein neuer Arbeitskreis gegründet worden, der zu dem Schluss kam, dass neue Wohneinheiten am Sportplatz benötigt werden.

Einwohnerrückgang der letzten 30 Jahre

Hintergrund des Vorhabens ist der Rückgang von 600 Einwohnern in den letzten 30 Jahren. Die Gemeinde möchte das Defizit ausgleichen und plant 136 neue Wohneinheiten. Knapp 40 davon sollen am Sportplatz entstehen.

„Die Gemeinde ist bereits Eigentümer des Sportplatzes und kann ihn ohne großen Aufwand zu einer Baufläche umfunktionieren. Die haben hier einfaches Spiel“, kommentierte Krause die Maßnahme der Verwaltung. Die Bebauung des Sportplatzes solle zwar erst in zehn bis zwanzig Jahren passieren, allerdings habe die Initiative Angst, dass durch eine jetzige Ausweisung des Grundstücks als Baufläche der Bebauung schon stattgegeben wird. Man solle die Situation neu beurteilen, wenn das Vorhaben auch umgesetzt werde.

„Wohnen neben einem Sportplatz kann auf lange Zeit nicht gut gehen“, stellt Krause fest. Spielbetrieb, Training und Veranstaltungen erzeugen Lärm, der zum Sport einfach dazu gehört. „Im ersten Jahr stört der Fußball im eigenen Garten noch nicht, aber im zweiten oder dritten Jahr hat man da keine Lust mehr drauf“, fügt Krause hinzu.

Hünxe soll damit attraktiver werden

„Welchen Anreiz haben Leute, hierhin zu ziehen?“, fragt sich die Initiative. Der Sportplatz sei für den Freizeit-Kick oder die ansässigen Sportvereine unerlässlich. Ihr Vorschlag beruht auf einem Plan von Architekt Friedhelm Schwarz, der mit dem TV Bruckhausen erarbeitet wurde: Der Fußball-Platz wird verkleinert, ein kleiner Park angelegt, der Platz für Osterfeuer und Schützenfest bietet, Spielplätze für Kinder beinhaltet und Platz zum Verweilen. „Das schafft Attraktivität für Hünxe und lockt neue Bürger in die Gemeinde“, so die Sportplatz-Befürworter.

Die Meinung über den parteilosen Bürgermeister Dirk Buschmann fiel am Informations-Stand nicht gerade positiv aus. Das Thema Sport liege dem Bürgermeister scheinbar nicht am Herzen, hieß es. „Erst wurde die Reithalle abgerissen, bei den Spielplätzen besteht dringender Sanierungsbedarf, auf jeglichen Rasenflächen stehen ,Ballspielen verboten’-Schilder und der Sportplatz erhält auch keine Pflege“, so Heinrich Peters, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Brömmekamp.

„Am Ende entscheidet natürlich die Politik, was mit dem Sportplatz geschieht. Wir möchten, dass die Wünsche der Bürger erhört werden und setzen uns weiterhin für den Erhalt ein“, sagt Krause über das Ziel der Initiative.

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