Benefizkonzert

Klavierflügel kommt aus Kalkar nach Schermbeck

In der St. Georgskirche in Schermbeck wird des wieder musikalisch.

In der St. Georgskirche in Schermbeck wird des wieder musikalisch.

Foto: Ralph Heeger / WAZ FotoPool

Schermbeck.  All Gershwin heißt es am Sonntag, 26. Januar, wieder in der St. Georgskirche in Schermbeck. Die Diakonie-Stiftung organisiert ein Benefizkonzert.

Mit dem Benefizkonzert „All Gershwin“ startet die Diakonie-Stiftung am kommenden Sonntag, 26. Januar um 17 Uhr in der St. Georgskirche in die Saison 2020. Es ist das 14. Benefizkonzert seit 2007. „Wir haben uns bewusst für ein Konzert entschieden, das eher unterhaltend ist und viele Leute ansprechen soll“, sagt Wolfgang Bornebusch vom Stiftungsrat.

Bekannte Stücke von All Gershwin seien unter anderem Hits wie „Summertimes“ oder „Rhapsody in Blue“, welche ursprünglich für zwei Klaviere geschrieben wurde. Präsentiert wird das virtuose Klavierwerk des amerikanischen Komponisten von den im Hamburg geborenen Pianisten Ratko Delorko. Eigens für dieses Konzert wird ein Flügel aus einem Klavierhaus in Kalkar in der St. Georgskirche angeliefert und aufgebaut.

101 Konzerte auf hohem Niveau

Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat die Diakoniestiftung der evangelischen Kirchengemeinde insgesamt 101 Konzerte auf hohem Niveau angeboten. „Klasse statt Masse“, so Bornebusch. Die vom Presbyterium vor 14 Jahren gegründete Diakonie-Stiftung sei, betont Presbyteriumsmitglied Volker Franken, etwas Besonderes.

Diese sei unter anderem auch wegen der rückläufigen Zahlen der Kirchenmitglieder seinerzeit gegründet worden. Dafür habe, so Franken, die evangelische Kirchengemeinde 120.000 Euro für die Gründung bereitgestellt. Dieses Geld wurde auf Wachstum angelegt. Erfolgreich, wie Franken sagt, denn das Stiftungskapital sei auf derzeit 328.000 Euro angewachsen. Es muss aber unangetastet bleiben. Das wird in diesem Jahr auslaufen.

Geld neu gewinnbringend anlegen

„Jetzt müssen wir überlegen, wie wir das Geld erneut gewinnbringend anlegen können. Bedingt durch den Niedrigzins ist das nicht so leicht“. In guten Zeiten lagen die Zinserträge bei rund 1500 Euro. Die derzeitigen Projektrücklagen schwanken zwischen 6000 und 7000 Euro. Geld, welches hauptsächlich für Kinder sowie für die Jugend- und Familienarbeit verwendet werde. So erhielt 2019 die Kita der evangelischen Kirche „Hand in Hand“ 500 Euro für ihre Außenlage. 3000 Euro fließt jährlich in die offene Ganztagsschule der Gemeinschaftsgrundschule Schermbeck, 150 Euro kamen der Jugendarbeit im Haus zugute. Über 1000 Euro konnte sich 2019 das Netzwerk Schermbeck freuen.

Der Stiftungsrat besteht derzeit aus fünf Personen: Volker Franken, Brigitte Strauss, Ursula Fischer, Hannelore Karbenk und Wolfgang Bornebusch. „Wir haben bei der Zusammensetzung sehr auf die Vielfalt der Kompetenzen, Erfahrungen und Fähigkeiten geachtet“, so Bornebusch. Gut angenommen werden die Konzerte, die laut Bornebusch auch in diesem Jahr wieder sehr hochkarätig sind. Die Besucherzahl im vergangenen Jahr schwankte immer zwischen 80 und 100 Zuhör-Stiftunger. „Es sind allerdings immer mehr Auswärtige, die zu uns kommen. Was die Schermbecker anbelangt, da haben wir noch Luft nach oben“, fügt Bornebusch hinzu.

Und so geht es weiter im Jahresverlauf

Auf dem Programm steht am 15. März ein geistliches Vokalkonzert zur Passionszeit mit dem „Ensemble „Opella Nova“. Weiter geht es am 19. April mit einem Konzert Violoncello und Orgel unter dem Titel „Von Luft und Liebe“ mit Christina Meißen (Cello) und Poul Skjolstrup Larsen (Orgel) und Werken unter anderem von Hildegard von Bingen und Johann Sebastian Bach. Besonders freue sich Bornebusch auf das Konzert im Rahmen der „Muziekbiennale Niederrhein“ für Chor und Klavier am 20. September. „Hier darf ich mich zum zweiten Mal an einen Kompositionsauftrag beteiligen“, freut sich Bornebusch, der als Schüler sechs Jahre als Querflötist ein Konservatorium besuchte.

Am 15. November endet die Konzertreihe mit dem Ensemble „Paper Kite“ unter dem Titel „Espresso“ mit geistlicher Musik aus dem 18. Jahrhundert. Was das Portfolio an Künstlern anbelange, sei der Bestand bei Bornebusch groß. „Ich habe genügend Musiker für die nächsten Jahre, die alle gerne bei uns in der Kirche auftreten“.

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