Hochwasserschutz

Kommunen im Kreis Wesel gründen Issel-Zweckverband

Ein Hochwasser drohte 2016 die Region zu überschwemmen. Das soll sich nicht wiederholen. Die Anliegerkommunen haben den Issel-Zweckverband gegründet.

Ein Hochwasser drohte 2016 die Region zu überschwemmen. Das soll sich nicht wiederholen. Die Anliegerkommunen haben den Issel-Zweckverband gegründet.

Foto: Thorsten Lindekamp / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Damit sich ein Hochwasser wie 2016 nicht wiederholt, wollen die Mitglieds-Kommunen Vorsorge treffen. Konstituierende Sitzung noch in diesem Jahr.

Wenn das Wasser an der Issel mal wieder bedenklich steigt, können sich die Anrainer-Kommunen bald besser schützen, denn jetzt wurde der neue Zweckverband mit dem Namen „Hochwasserschutz Issel“ gegründet. Hintergrund der Verbandsgründung ist das Issel-Hochwasser des Jahres 2016, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Teile von Hamminkeln und Isselburg standen damals wochenlang unter Wasser, Deiche weichten auf und drohten zu brechen, Gärten und Keller wurden geflutet – es entstand ein hoher Sachschaden.

Damit sich das nicht wiederholt, haben sich zehn Kommunen – neben Hamminkeln auch Raesfeld, Wesel sowie Bocholt, Borken, Hünxe, Isselburg, Rees, Rhede und Schermbeck als Mitglieder des Zweckverbandes für Anlieger der Issel und ihrer Nebengewässer zusammengeschlossen. Der Verband ist künftig für den Schutz von Grundstücken vor dem Hochwasser der Issel und ihrer Nebengewässer verantwortlich.

Deich oder Mauer soll Obrighoven schützen

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, sind verschiedene Maßnahmen geplant. Unter anderem ist in Wesel der Bau eines Deiches oder einer Mauer im östlichen Teil von Obrighoven angedacht. Fachleute gehen davon aus, dass bei einem starken Hochwasser der Bereich der Wurmflakstraße betroffen sein könnte.

Durch einen Deich oder eine Mauer könnte laut Hochwasserschutzkonzept, das die Grundlage für die Arbeit des Verbands bildet, eine Fläche von rund 31.600 Quadratmetern (das entspricht vier bis fünf Fußballfeldern) zusätzlich vor Überflutungen geschützt werden. Nicht nur die Issel hat große Flächen in der Region überschwemmt, sondern auch ihre zahlreichen Nebengewässer.

Schutz der Bürger vor Hochwasser hat oberste Priorität

„Es gibt in Wesel Bereiche, die vom Hochwasser der Issel betroffen sein könnten. Der Schutz der Bürger hat höchste Priorität. Die Issel hört weder in Wesel auf noch hat sie hier ihre Quelle. Sie erstreckt sich über einen größeren Bereich. Deshalb ist es wichtig, dass über Kreis-, Stadt- und Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird“, sagt Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Laut Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski soll die konstituierende Sitzung des Issel-Zweckverbandes noch in diesem Jahr erfolgen.

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