Jubiläum

Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel feiert den 675. Geburtstag

Zur Jubiläumsparty kamen viele Ehemalige und Gäste des Konrad-Duden-Gymnasiums.

Zur Jubiläumsparty kamen viele Ehemalige und Gäste des Konrad-Duden-Gymnasiums.

Foto: Markus Joosten

Wesel.   Viele Ehemalige kamen zur Jubiläumsparty. Der erste schriftliche Beleg für die Schule stammt aus dem Jahr 1342 - doch sie ist sogar noch älter.

Wer als ehemaliger Schüler oder Lehrer nach vielen Jahren das Gelände des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) betrat, spürte vielleicht nicht nur ein stückweit Nostalgie, sondern bemerkte auch die Veränderungen, die der Schulkomplex erfahren hat. Die Realschule sitzt seit vielen Jahren in den ehemaligen Räumen der Hauptschule und das KDG nutzt das gesamte Gebäude. In den 1990ern standen hier Pavillons, um die vielen Schüler aufzunehmen. Das ist lange Vergangenheit, wie Schulleiterin Karen Schneider beim Festakt in der Aula bemerkte.

Hunderte von Schülern, Lehrern und Ehemaligen fanden sich zur Feierlichkeit zusammen – ein Treffen, das eher an eine Großfamilie erinnerte. Zu den Gastrednern des Abends gehörte neben Dezernentin Dr. Anke Domrose von der Bezirksregierung auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Sie ließ in ihrer Ansprache den Blick in die Entwicklungsgeschichte der Schule schweifen und stellte fest: „Mit 675 Jahren gehört das KDG zu den ältesten Schulen in ganz Deutschland und jede Generation hat ihre eigenen Erinnerungen an die Schulzeit und die Lehrer“.

Die erste urkundliche Erwähnung als Lateinschule stammt aus dem Jahr 1342. Seitdem ist ein lückenloser Nachweis der Schulgeschichte möglich, wusste Schulleiterin Schneider zu berichten. Aber die Schule ist sogar noch älter. Schon 70 Jahre früher sind in alten Urkunden Hinweise auf eine Schule in Wesel gefunden worden.

Lustige Szenen mit dem Hausmeister

„Wir sind zwar 675 Jahre alt, aber noch kein bisschen müde“, betonte Schneider. Bei ihrem ersten Betreten des Gebäudes fiel ihr die funktionale Schnörkellosigkeit im Charme der 1970er auf. Es hat sich aber viel verändert mit den Jahren: Ein wissenschaftlicher Anbau entstand, 1998 wurde ein bilingualer Zweig eingeführt und 2016 hat das KDG eine MINT-Zertifizierung erlangt. Eine Qualitätsanalyse im Frühjahr attestierte Bestnoten für das Angebot, worauf die Schulleitung besonders stolz ist.

Ein Highlight der Eröffnungsfeier war die Vorführung eines Image-Films, den der ehemalige KDG-Schüler Niklas Karbowiak verwirklichte. Der gut zehnminütige Film zeigte ein persönliches Bild des Gymnasiums mit zahlreichen Statements von Lehrern und Schülern. Mit einer Drohne wurden Luftaufnahmen des Komplexes aufgenommen, die einen ungewohnten Blick auf das Areal zauberten. Aber auch die zahlreichen Angebote der Schule, wie den Zirkus Butterfly sowie Musik- und Gesangsunterricht, konnten die Gäste bewundern. Und natürlich vergaß der 19-Jährige auch nicht, ein paar lustige Szenen mit dem langjährigen Hausmeister einzubauen, was für einige Schmunzler sorgte.

Einblick in alte Klassenbücher

Nach der Festrede gab’s ein buntes Rahmenprogramm. Im Innen- und Außenbereich waren Bühnen aufgebaut, auf denen die Bands Mc Cool‘s Return, The Shed, Tepco doesn’t answer und Speedos den Abend musikalisch begleiteten. Andrang herrschte bei einem Stapel alter Klassenbücher aus den vergangenen Jahrzehnten, die die Gäste in Augenschein nehmen konnten. „Ich schaue mal, was mein Bruder damals alles verbrochen hat“, verriet eine Besucherin lachend, als sie die Bücher durchstöberte. Neben allerlei Gaumenfreuden boten die Organisatoren geführte Rundgänge durch das Gebäude an, das bis Mitternacht seine Pforten geöffnet hatte.

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