Alkohol und Karneval

Kreis Wesel: Arbeitsgruppe Jugendschutz will aufklären

Gerade an Karneval ist der Alkoholkonsum ein Problem.

Gerade an Karneval ist der Alkoholkonsum ein Problem.

Foto: Ulla Michels / WAZ FotoPool

Kreis Wesel.  Die kreisweite Arbeitsgruppe Jugendschutz empfiehlt, verbindliche Absprachen mit Kindern und Jugendlichen zu treffen.

„Wenn der Spaß aufhört“- die Kreisverwaltung gibt Tipps für Eltern im Umgang mit Alkohol bei Kindern und Jugendlichen. Die närrischen Karnevalstage stehen vor der Tür. Dabei wird oft das eine oder andere Glas Alkohol getrunken. So nutzen auch viele Kinder und Jugendliche die Karnevalszeit, um erste Erfahrungen mit Alkohol zu machen.

Häufig unterschätzen sie die Gefahren, die vom Alkohol ausgehen. „Der Alkoholkonsum Jugendlicher, nicht nur in der Karnevalszeit, stellt Eltern vor Herausforderungen: Wie können sie Einfluss nehmen auf den Umgang ihrer Kinder mit Alkohol?“, fragt die Behörde.

Verbindliche Absprachen mit Kindern

Die kreisweite Arbeitsgruppe Jugendschutz empfiehlt, verbindliche Absprachen mit Kindern und Jugendlichen zu treffen und zu vermitteln, was erlaubt ist und was nicht.

Zudem sollten Eltern über die Risiken von Alkohol aufklären; bereits zwei Esslöffel hochprozentiger Schnaps können Jugendliche vergiften. Es ist hilfreich, wenn Eltern sich immer wieder als Gesprächspartner anbieten. Bei betrunkenen Kindern und Jugendlichen sollte Ruhe bewahrt werden.

Wer Hilfe braucht, bekommt in der örtlichen Beratungsstelle (0281/22432) oder bei Sandra Scharnberg vom Team Kinder- und Jugendförderung der Stadt Wesel (0281-203-2567) Unterstützung. In Notfällen hilft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: 01805/313031.

Sechste Elternkampagne

Die Arbeitsgruppe Jugendschutz ist ein kreisweites Netzwerk mit dem Ziel, die Interessen des Jugendschutzes aktiv im Kreis Wesel voranzubringen und nach außen zu vertreten. Aus diesem Anlass führt das Netzwerk bereits zum sechsten Mal eine Elternkampagne durch.

Bei der kreisweiten Aktion werden derzeit über die weiterführenden Schulen an die Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse Elternbriefe und Infokarten für den Umgang mit Alkohol bei Kindern und Jugendlichen verteilt.

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