Kiesabbau

Kreis Wesel: Landrat erwägt Klage gegen LEP

Der Kreis Wesel fordert eine Reduzierung des Kiesabbaus am Niederrhein. Und könnte zur Not klagen.

Der Kreis Wesel fordert eine Reduzierung des Kiesabbaus am Niederrhein. Und könnte zur Not klagen.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Wenn in der kommenden Woche der Landesentwicklungsplan wie im Entwurf verabschiedet wird, schlägt der Kreis Weseler Landrat vor, zu klagen.

Kreis Wesel. Sollte der Landesentwicklungsplan (LEP) kommende Woche beschlossen werden, ohne dass die Forderung des Kreises Wesel nach einer niedrigeren Bedarfsermittlung berücksichtigt wird, kündigte Landrat Ansgar Müller jetzt im Kreisausschuss an, eine Klage vorzuschlagen.

Kreis Wesel fordert vom RVR Transparenz

Der Kreisausschuss hatte im Februar eine Resolution zur Nachhaltigkeit beim Kiesabbau beschlossen. Sie fordert Transparenz und alle relevanten Informationen vom RVR, außerdem soll die Erhöhung des Versorgungszeitraumes von 20 auf 25 Jahre zurück genommen werden.

Gesetzliche Nachweispflicht, wohin Sande und Kiese gehen

Ein integriertes Gesamtkonzept zum Erhalt von Landschaft, Heimat und Umwelt soll die Landesregierung erarbeiten. Ferner fordert die Resolution eine Nachweispflicht darüber, wohin und wieviel Kies und Sand geliefert werden, gesetzlich zu verankern.

Abbaumenge innerhalb von 20 Jahren halbieren

Eine Nachhaltigkeitsklausel soll mit dem Ziel eingeführt werden, die jährlich zulässige Abbaumenge innerhalb von 20 Jahren auf einen Sockel von 50 Prozent des durchschnittlichen Abbaus der Jahre 2016 bis 2018 zu senken. Müller hoffe, dass die Landesregierung den Entwurf noch ändere.

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