Klimaschutz

Kreis Wesel: Sonnenenergie und grüne Dächer

Die Verwaltung prüft, ob sich Teile des Kreishaus-Daches für Photovoltaik und Dachbegrünung eignen. Weitere Immobilien stehen auf dem Prüfstand.

Die Verwaltung prüft, ob sich Teile des Kreishaus-Daches für Photovoltaik und Dachbegrünung eignen. Weitere Immobilien stehen auf dem Prüfstand.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Kreis Wesel.  Die Klimaoffensive im Kreis Wesel betrifft viele Bereiche – auch die kreiseigenen Immobilien. Jetzt ging es um Photovoltaik und grüne Dächer.

Beschlossen ist die Klimaoffensive im Kreis Wesel samt Handlungsplan im Dezember vergangenen Jahres. Obschon CDU und Grüne das Thema für die demnächst beginnende Legislaturperiode unter dem neuen Landrat Ingo Brohl ganz oben ansiedelt, geschieht schon jetzt etwas: Die Linke hatte im März 2019 die Möglichkeiten von Photovoltaikanlagen auf kreiseigenen Immobilien abgefragt, aktuell gab es vier Anlagen. Die Verwaltung hatte angekündigt, im Zuge von Dachsanierungen weitere installieren zu wollen. Die SPD wollte weiter gehen: Auch Dächer, die nicht zur Sanierung anstehen, sollten auf ihre Photovoltaik-Fähigkeit überprüft werden. Zudem soll geschaut werden, wo Dächer insektenfreundlich begrünt werden können.

Dächer auf dem Prüfstand

Inzwischen hat die Verwaltung im Ausschuss für Bauen und Abfallwirtschaft für dessen Zuständigkeit geliefert: Das Berufskolleg Wesel soll eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach bekommen, das energetisch saniert wird. Man werde prüfen, ob eine Kombination mit einer Dachbegrünung möglich ist. Auch das Berufskolleg Dinslaken, das umfänglich saniert und teils neu errichtet wird, soll Photovoltaik und insektenfreundliches Grün erhalten. Am Campus Moers hat man in der Verwaltung rund 7000 Quadratmeter für Sonnenenergie ermittelt, aktuell sind aber nur 2000 Quadratmeter dort dafür genutzt. Der Zentralbereich des Neubaus, so die Verwaltung, soll eine Dachbegrünung erhalten.

Die Hilda-Heinemann-Schule in Moers, eine kreiseigene Förderschule, soll energetisch saniert werden. Man prüfe eine Photovoltaikanlage, außerdem gebe es dort 200 Quadratmeter Flachdach, die man begrünen könne. Die übrigen Flächen eignen sich nicht, weil sie zu steil sind. Auch die Alpener Förderschule könnte eine Photovoltaik erhalten, denn rund 800 Quadratmeter dort sind dafür geeignet. Wo es möglich ist, hat die Förderschule bereits ein begrüntes Dach.

Kreisleitstelle ist ungeeignet, weil zuviel sensible Technik auf dem Dach ist

In Hünxe hat die Förderschule bereits zwei Anlagen, der Kreis prüft, ob sie ergänzt werden - oder mit zusätzlichem Gründach versehen werden können. Die Schule am Ring und die Erich-Kästnerschule in Wesel verfügen über 850 Quadratmeter für Sonnenenergie geeignete Flächen, bei der mittelfristig geplanten Sanierung der Flachdächer soll auch über Grün nachgedacht werden.

Der Bauhof Alpen ist bereits auf 350 Quadratmetern grün, möglicherweise könnte man auf die Werkstatt eine Photovoltaik-Anlage bringen (350 Quadratmeter).

Zwar ist auf dem Verwaltungsgebäude des Kreises in Moers keine Sanierung geplant, für Photovoltaik stünden dort aber 800 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Für Grün eigne sich das Dach nicht, da der flache Bereich gleichzeitig Flucht- und Rettungsweg ist.

Verwaltung favorisiert eine Umsetzung, wenn Sanierungen anstehen

Weitere Anlagen könnten auf dem Karthaus Xanten, dem Dienstleistungszentrum Moers und dem Kreishaus entstehen, auch eine Begrünung wird geprüft. An der Jülicher Straße gibt es bereits Anlagen, wegen der umfangreichen Technik auf dem Dach eigne sich die neue Kreisleitstelle weder für Sonnenenergie, noch für eine Begrünung.

Die Verwaltung möchte Dächer, die mittelfristig noch saniert werden müssen, nicht mit Anlagen oder Grün ausstatten und zieht eine Umsetzung im Zuge von anstehenden Sanierungen vor.

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