Sanierungsfall

Luftsportfreunde Wesel müssen bis 2019 auf Sanierung warten

Die  Luftsportfreunde warten auf die Sanierung ihrer Vereinsräume.

Foto: Markus Joosten

Die Luftsportfreunde warten auf die Sanierung ihrer Vereinsräume. Foto: Markus Joosten

Wesel.   In die alten Brückenbögen, in denen die Vereinsräume untergebracht sind, dringt Feuchtigkeit. Der Beginn der Arbeiten verzögerte sich .

Schon zu Beginn des vergangenen Jahres wiesen die Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen bei einem Pressetermin auf das Problem hin: Ihre Vereinsräume in den Bögen der alten Rheinbrücke am Flugplatz Römerwardt sind sanierungsbedürftig. Wasser dringt von oben in die denkmalgeschützten Gemäuer ein, in denen die Clubräume, Werkstätten und die Hallen für die Flugzeuge untergebracht sind. Auf 40 000 Euro wurden die Kosten für die Abdichtung anfangs geschätzt. Damals hegten die Mitglieder die Hoffnung, dass die Sanierung der Brückenbögen in diesem Jahr durchgeführt werden kann. Inzwischen ist klar: Es wird bis 2019 dauern. Und: Die Kosten liegen nach Auskunft der Stadt wohl bei rund 100 000 Euro.

Die Summe hat ein Ingenieurbüro in einem Gutachten berechnet. Fünf Bögen der alten Eisenbahnbrücke müssen von oben gegen eindringendes Wasser abgedichtet werden, dazu muss eine neue Abdeckung aufgebracht werden.

Stadt beantragt Fördermittel

Achim Strobel, Vorsitzender der Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen, berichtet von Schimmel in den Räumen durch die ständige Feuchtigkeit und meint: „Der Zerfall ist offensichtlich.“ Doch man müsse das alte Industriedenkmal erhalten. Selbst in der vor zwei Jahren renovierten Werkstatt sieht man an den Wänden die Spuren des herablaufenden Wassers.

Die Feuchtigkeit ist für die Segelflugzeuge, die zum Teil aus Holz und lackierter Baumwolle bestehen, alles andere optimal. An einigen Stellen haben sich Platten von der Decke der Räume gelöst. Der Verein, der die Bögen gepachtet hat, pflege alles so gut wie möglich. Vor einiger Zeit habe man an der „Tante Ju“ ein Feuchtigkeitsproblem in Eigenarbeit bekämpft, doch in diesem Fall ist das nicht möglich. Auf dem zugewachsenen alten Bahndamm machen Unebenheiten und Bombenschäden das Eindringen des Wassers leicht.

Dass es in diesem Jahr nicht mehr klappen wird, liegt unter anderem daran, dass die Stadt Fördermittel für die Maßnahme beantragen will, erklärt Martin Prior, Leiter des Bereichs Stadtentwicklung. Es musste zunächst geprüft werden, ob die Stadt als Eigentümerin oder der Verein als Pächter den Antrag stellen muss.

Verein ist froh über Planungen

Mit Zuschüssen in Höhe von rund 50 Prozent der Sanierungskosten aus Mitteln für den Denkmalschutz rechnet die Stadt, der Antrag soll nun bei der Bezirksregierung für 2019 gestellt werden. Der Eigenanteil in Höhe von rund 50 000 Euro wird für 2019 in den Haushalt eingestellt, so Martin Prior.

Achim Strobel vom Luftsportverein und die Vereinsmitglieder sind froh, dass Stadt und Politik sich des Problems angenommen haben und nun Bewegung in die Sache gekommen ist – immerhin ist der Verein seit vielen Jahren in den alten Bögen ansässig und möchte dort auch in Zukunft bleiben.

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