Notfall-Einsatz

Mehrhooger empört über Wartezeit - Kreis wehrt sich

Hohe Wellen schlägt ein Rettungseinsatz in Mehrhoog.

Foto: Andreas Bartel

Hohe Wellen schlägt ein Rettungseinsatz in Mehrhoog. Foto: Andreas Bartel

Hamminkeln.   Eine Frau brach am Sonntag in Mehrhoog zusammen und starb. Die Wartezeit für den Rettungswagen sei zu lang, sagen viele. Kreis streitet ab.

Hohe Wellen in den sozialen Medien schlägt zur Zeit ein Vorfall in Mehrhoog. Dort war am Sonntag an der Bahnhofstraße vor dem Café Winkelmann eine ältere Frau zusammengebrochen. Anwesende alarmierten den Rettungswagen und begannen nach Zeugenaussagen mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Der Rettungswagen, so berichten es Anwesende in den sozialen Medien, habe knapp eine halbe Stunde benötigt, bevor er auf der Bahnhofstraße in Mehrhoog eintraf. Die Frau ist mittlerweile verstorben. Die Wartezeit erregt die Gemüter in Hamminkeln. Viele klagen darüber, dass Rettungswagen in einigen Bereichen der Stadt „viel zu lange“ brauchen, bis sie beim Patienten sind.

Einsatz nicht so gelaufen, wie dargestellt

Die Kreisverwaltung hält nun dagegen. Der Leiter der Fachabteilung Gefahrenabwehr und Ordnungsangelegenheiten, Helmut Gangelhof erklärte gegenüber der NRZ: „Der Einsatz ist nicht so gelaufen, wie in Medien dargestellt.“ Um exakt 11.55 Uhr und 39 Sekunden sei die Leitstelle am Sonntag wegen des Vorfalls alarmiert worden. Um 12.05 Uhr und 4 Sekunden sei der Rettungswagen vor Ort gewesen.

Diese Uhrzeiten weise das Einsatzprotokoll auf, welches er sich nach dem Vorgang habe kommen lassen. Dann sei die Frau eine halbe Stunde reanimiert worden, „leider erfolglos“, bedauert der Fachbereichsleiter. Er könne ja durchaus verstehen, dass die Menschen in solch einem Notfall ein anderes Zeitgefühl entwickelten. Der Rettungswagen sei aus der Schillkaserne in Wesel gekommen. Diesen habe der Kreis vor Jahren extra dorthin verlegt, damit Mehrhoog schneller erreicht wird.

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