Musikalischer Blumenstrauß in der KDG-Aula

Wesel.   Von Henry Purcell aus dem 17. Jahrhundert bis zu aktuellen Radiohits spannte sich der Bogen beim Schulkonzert des Konrad-Duden-Gymnasiums am Dienstagabend. Das Orchester und die Peaveys – die Chor-/Band-Formation des Gymnasiums – spielten sich die musikalischen Bälle zu, und so ergab sich ein abwechslungsreicher Abend in der Schulaula.

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Von Henry Purcell aus dem 17. Jahrhundert bis zu aktuellen Radiohits spannte sich der Bogen beim Schulkonzert des Konrad-Duden-Gymnasiums am Dienstagabend. Das Orchester und die Peaveys – die Chor-/Band-Formation des Gymnasiums – spielten sich die musikalischen Bälle zu, und so ergab sich ein abwechslungsreicher Abend in der Schulaula.

Es geht auch ohne Dirigenten

Den Anfang machten die Streicher des Orchesters mit Henry Purcells Rondo aus der Abdelazer-Suite. Ganz ohne Dirigenten geht‘s auch, werden sich die jungen Musiker gedacht haben, und es funktionierte gut! Jannis Müser und Antonia Simon führten durch das Programm, das mit zahlreichen Soloauftritten gespickt war. Bemerkenswert in der zweiten Hälfte war eine Uraufführung von „Fire“ von Lilly Baumgarten, ihres Zeichens Schülerin der elften Klasse. Am Computer entstanden, analog arrangiert und von der Komponistin selbst gesungen, war dieses Stück ein echter Hinhörer.

Doch zurück zur ersten Hälfte des Konzerts: Besonders gut gelang den Peaveys die mehrstimmige Version des Prinzen-Hits „Blaue Augen“: Der Background-Chor glänzte durch sehr gute Intonation. Aber auch der von Lehrerin Kate Hildebrandt für Orchester arrangierte Revolverheld-Hit „Ich lass‘ für dich das Licht an“ mit Jannis Müser als Solisten konnte den Ohren des zahlreich erschienen Publikums schmeicheln.

Mit „Take five“ verabschiedete das Orchester, diesmal von Kate Hildebrandt dirigiert, die Zuhörer in die Pause, in der sich neben den von Schülern des Gymnasiums betriebenen Bars die Gelegenheit ergab, für den neuen Flügel der Schule zu spenden.

Im zweiten Teil setzte sich der unter dem Motto „Mitten im Mai“ stehende bunte musikalische Blumenstrauß fort. Rimsky-Korsakov machte mit dem „Capriccio Espagnol“ den Anfang, aber auch eigentlich richtig schwere Hits wie „Rolling in the deep“ von Adele wurden dank geschickter Arrangements ansprechend vorgetragen.

Einen für Schulorchester richtig schweren Brocken hatte sich das Orchester vorgenommen, das zwischenzeitlich um Bläser erweitert worden war: Die Ouvertüre zu „Romeo und Julia“ von Peter Tschaikowski. Aber auch das ging weitestgehend gut. Nach dem Schlussstück „Darkness“ von Peter Gabriel gab es Geschenke an die Lehrer – und natürlich erklatschte sich das Publikum noch eine Zugabe.

Das durchweg gute Niveau der Aufführungen war wohl auch dem dreitägigen Probenausflug nach Essen-Kettwig zu verdanken. Kate Hildebrandt betonte: „Es war sehr anstrengend, aber wir sind uns durch die intensive Zeit auch menschlich näher gekommen.“ Keine schlechte Voraussetzung für gemeinsame musikalische Projekte...

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