Tourismus

Neue App führt zu den Baggerseen am Niederrhein

Viele der Seen bieten sich zum Wandern oder Radfahren an, die Angebote sind unterschiedlich. Foto:Zukunft Niederrhein

Viele der Seen bieten sich zum Wandern oder Radfahren an, die Angebote sind unterschiedlich. Foto:Zukunft Niederrhein

Am Niederrhein.   Per Smartphone zu den Freizeitgewässern – umfangreiche Informationen und Navigation kostenlos für Apple und Android.

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Nord- und Südsee Xanten die kennt man weit über die Region hinaus und auch der Weseler Auesee ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch es gibt mehr Baggerseen am Niederrhein, die einen Ausflug lohnen – 18 um genau zu sein, in zehn Kommunen. Einige davon sind eher unbekannt. Die Initiative „Zukunft Niederrhein“, eine Gemeinschaft von 13 Sand- und Kiesunternehmen, will das jetzt ändern. Mit der kostenlosen App „Baggerseen-Guide Niederrhein“ gibt sie Ausflüglern einen ausführlichen Führer an die Hand.

Verlinkte Angebote

Christian Strunk, Koordinator der Initiative, Beate Böckels für die Firma Holemans und PR-Frau Jennifer Arnscheidt stellten das neue Angebot gestern vor.

Gegenüber der 2013 erschienen Faltkarte ist der neue Baggerseeführer aktueller und informativer – zudem hat beinahe jeder ein Smartphone dabei, mit dem Plan auf dem Fahrrad zu hantieren, hatte sich als kompliziert herausgestellt. Für jeden einzelnen See ist nun auf dem Handy aufgeführt, welche Aktivitäten dort möglich sind, Gastronomie und Freizeitangebote sind zumeist verlinkt.

Karten für Android und Apple

Die wichtigsten informationen zu den Seen und Naherholungsgebieten sind in dem Führer zusammengefasst. Weil die App mit Google-maps und Apple-Karten arbeitet, können sich die Nutzer per Navigator zum See lotsen lassen. In der Regel führe er zum nächst gelegenen Parkplatz.

Filteroptionen ermöglichen es, ein Gewässer für die individuellen Bedürfnisse zu finden, Surfseen beispielsweise gezielt zu suchen, oder auch Naturschutzgebiete. Übrigens ist auch der Lippemündungsraum Teil der App, obschon kein See. Unter den Kategorien Schwimmen, Wandern, Radfahren, Fußballplatz, Grillen, Gastronomie und anderen können Nutzer das passende Ausflugsziel auswählen.

Einerseits betreiben die mitunter stark in der Kritik stehenden Kiesunternehmen mit dieser App Imagepflege: Die Beliebtheit des Niederrheins liege nicht zuletzt in den zahlreichen durch die Kiesindustrie entstandenen Seen begründet, so Christian Strunk. Doch es steckt noch eine andere Idee dahinter. „Wir schaffen auch eine Art Ventil für die Touristen“, erläutert Beate Böckels: Die App bewirbt die frei zugänglichen Baggerseen in der Hoffnung, dass die übrigen, bei denen der Zutritt verboten ist, verschont bleiben. „Wir wünschten uns schon, die Menschen würden unsere Zäune respektieren“, sagt sie. Eigentlich, so Christian Strunk, sei so ein Angebot längst überfällig gewesen. Doch es sei eben auch sehr aufwändig, daher komme es erst jetzt.

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