Sicherheit

Neue Feuerwehrleute für Schermbeck gesucht

Die Schermbecker  Feuerwehr stellte gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung ihre große Mitglieder-Werbeaktion vor.

Die Schermbecker Feuerwehr stellte gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung ihre große Mitglieder-Werbeaktion vor.

Foto: Erwin Pottgiesser

Schermbeck.   In Schermbeck gibt es 16 Brandbekämpfer zu wenig – der Sollwert ist 120 Personen. Jetzt startet eine große Werbekampagne.

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„Wir brennen für den Einsatz. Alles andere können wir löschen“, lautet einer der Slogans, mit denen die Schermbecker Feuerwehr jetzt neue Kameraden gewinnen möchte. Der Anlass ist ein ganz praktischer: Es gibt zu wenig Brandbekämpfer in der Gemeinde Schermbeck.

Eigentlich müssten für die rund 14 500 Einwohner der Gemeinde laut Brandschutzbedarfsplan etwa 120 Feuerwehrleute bereitstehen, doch aktuell haben sich „nur“ 104 Freiwillige gemeldet – elf davon sind Damen.

Der Löschzug Altschermbeck verfügt über 48 Feuerwehrmänner und -frauen, in Gahlen sind es 27 und in Schermbeck 29. Rechnerisch fehlen also 16 Personen. Doch es hängt auch noch von Funktionen innerhalb der Wehr ab, denn so muss zum Beispiel für die Bedienung der Drehleiter eine bestimmte Qualifikation vorhanden sein.

Bürgermeister Mike Rexforth nennt die Feuerwehr „eine der wichtigsten Stützen unserer Gesellschaft und unserer Gemeinde“. Wenn Schermbeck die mehr als 100 Feuerwehrmänner – und frauen nicht hätte, wäre die Gemeinde vielleicht in einer Situation, die sich niemand wünsche.

Über viele Jahre und Jahrzehnte sei man mit den freiwilligen Brandbekämpfern gut gefahren, so der Bürgermeister, der auch keinen Hehl daraus machte, dass eine Berufsfeuerwehr quasi unbezahlbar wäre, würde sie doch allein siebenstellige Personalkosten verursachen.

Da es bei den Einsätzen auch um Leib und Leben gehe, müsse die Freiwillige Feuerwehr personell aus dem Vollen schöpfen können: „Ziel der Werbeaktion ist es, neue Kameraden und Kameradinnen zu gewinnen. Wir brauchen Leute, die Verbindlichkeit an den Tag legen, auf die man sich verlassen kann“, so Rexforth, der seine Hochachtung für dieses Hobby als „Dienst am Menschen“ äußerte.

Er lobt die sehr gute Zusammenarbeit der einzelnen Löschzüge, dankt Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für Einsätze bei der Feuerwehr freistellen.

Puppen in Einsatzuniformen als Hingucker

Im Rahmen der Mitgliederwerbeaktion werden in den kommenden Monaten an verschiedenen Standorten in Schermbeck und Gahlen Schaufensterpuppen in Einsatzuniformen ausgestellt. „Wir bedanken uns bei allen Unternehmen die diese Aktion unterstützen“, erklärt die Feuerwehr und spricht Interessenten direkt an: „Schaut euch die Uniformen doch mal genauer an – vielleicht trägst du ja schon bald deine Eigene?“

Es wird unter anderen auch eine große Plakataktion geben, über verschiedene Medien wirbt die Feuerwehr um „Nachwuchs“, Aufkleber auf Pizzakartons machen Geschmack auf das „brandheiße Hobby“ – außerdem werden alle Schermbecker Bürger zwischen 17 und 45 Jahren auch noch direkt angeschrieben.

>>> LÖSCHZÜGE PRÄSENTIEREN SICH EINZELN:

In den kommenden Wochen bringt die Feuerwehr den Bürgern ihre alltägliche Arbeit näher. Neben den verschiedensten Aktionen bietet sich an unterschiedlichen Tagen auch die Chance, die einzelnen Löschzüge näher kennen zu lernen.

Jeweils in ihrem Gerätehaus präsentieren sich der Löschzug Gahlen am 21. Juli von 11 bis 19 Uhr, der Löschzug Altschermbeck am 11. August ab 16 Uhr und der Löschzug Schermbeck am 2. September ab 11.30 Uhr.


Mehr Infos gibt es hier: www.feuerwehr-schermbeck.de

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