Erneuerbare Energie

Neue Photovoltaik-Anlage für das Freibad in Dingden

Helmut Wiesniewski, links und, Bademeister Heinz Schmitz zeigen stolz die neue Solaranlage im Freibad in Dingden.

Foto: Markus Weissenfels

Helmut Wiesniewski, links und, Bademeister Heinz Schmitz zeigen stolz die neue Solaranlage im Freibad in Dingden. Foto: Markus Weissenfels

Hamminkeln.   Mit der neuen Anlage hat das Bad an der Krechtinger Straße nun 500 Quadratmeter Fläche, um Strom für den Eigenbedarf und das Netz zu erzeugen.

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„Das Dach ist jetzt dicht.“ Damit meint der Vorsitzende des Freibadvereins Dingden mitnichten irgendwelche Löcher im Dach, die repariert wurden, sondern er redet von der Vollbelegung der Dachfläche mit Photovoltaik-Paneelen. Mit denen ist das Dach des Freibads an der Krechtinger Straße nun von oben bis unten zugepflastert.

Sie haben Gas gegeben im Freibad

Am Mittwoch ging um 9.50 Uhr der neue 25-KW-Peak in Betrieb und lieferte den ersten Strom. 90 Prozent wird das Freibad wohl selbst verbrauchen, zehn Prozent können in das öffentliche Netz eingespeist werden. Da verdient der Freibadverein dann Geld. Und hier haben sich die Vereinsmitglieder absichtlich beeilt, denn zum 1. November ändern sich wieder die Einspeisebedingungen. Für den Verein hätte eine spätere Fertigstellung deshalb das Einspeisen zu schlechteren Konditionen bedeutet. Also haben sie Gas gegeben.

Neu hinzugekommen sind noch einmal 150 Quadratmeter auf der Dachfläche, die jetzt auch die hässlichen schwarzen Schläuche, die bisher auf dem Dach prangten, verstecken. 30 000 Euro hat der Verein dafür investiert. Mit dem Strom werden im Freibad Licht und Pumpen betrieben. Wenn die Anlage im Winter geschlossen ist, laufen Lüfter im Keller, um keine Feuchtigkeit ins Gemäuer dringen zu lassen.

Mit zwei Zählern kann der Verein genau abrechnen

Zwei Zähler, einer für den Eigenbedarf, einer für den produzierten Strom, sorgen dafür, dass der Verein passgenau abrechnen kann. „Wir haben einen entsprechenden Vertrag mit der Stadt abgeschlossen, der läuft bis 2037“, so Wisniewski. Insgesamt verfügt der Verein nun über 500 Quadratmeter Photovoltaik-Fläche auf seinem Dach.

„Wir hatten das Projekt schon länger im Hinterkopf. Im Frühjahr haben wir es dann konkret durchdacht“, so der Vereinsvorsitzende. 300 000 Euro hat der Verein nun ins Freibad investiert, seit er sich gegründet hat, um die Betriebszeit vor den Sommerferien sicher zu stellen. „Die Großbaustellen“, schätzt Helmut Wisnieswski, sind damit abgearbeitet. Erst einmal.

Neue Kostenvoranschläge für Türen und Zargen

Fertig ist man in solch einem Freibad nie. Das wissen auch die Vereinsmitglieder. Als nächstes stehen neue Türen und Zargen auf dem Plan, die dringend erneuert werden müssten. „12 000 Euro“, stöhnt der Vereinsvorsitzende über die ersten Kostenvoranschläge. Da müsse man erst einmal überlegen. Andererseits: „Gemacht werden muss es.“

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