Güterverkehr

Neuer Termin für Betuwe-Erörterung nötig

Ein Güterzug rauscht über die Betuwe-Strecke.

Foto: Thorsten Lindekamp

Ein Güterzug rauscht über die Betuwe-Strecke. Foto: Thorsten Lindekamp

Wesel.   Die Bezirksregierung macht immerhin Hoffnung auf den Blumenkamper Lückenschluss. Sie will eine Empfehlung an das Eisenbahnbundesamt geben.

Blumenkamp hat ein wenig Hoffnung nach diesem Erörterungs-Auftakt. Vertreter der Bezirksregierung hatten signalisiert, dass sie eine Empfehlung an das Eisenbahnbundesamt geben wollen: Die Lücke in der Lärmschutzwand zu schließen.

„Das wäre ein Riesenerfolg“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Es wäre ein kleiner Lichtblick, viele andere Themen sind offen – und sie bleiben es auch.

Vier Tage Erörterungstermin haben nicht ausgereicht, um vorzutragen und zu behandeln, was die Weseler bedrückt.

Es wird einen Fortsetzungstermin geben müssen, eventuell im April oder Mai – einfach weitermachen, wäre ein Verfahrensfehler.

Immer wieder nutzten Anlieger der Strecke die Gelegenheit, um ihrem Unverständnis Ausdruck zu geben, das Verhalten der Bahn wird als Willkür empfunden, auch Tränen flossen. „So produziert man, auch wenn alles rechtsstaatlich abläuft, Wutbürger“, kommentiert Friedrich Eifert das Geschehen, der ehemalige FDP-Ratsherr ist selbst Anlieger.

Ein Problem: Wer ein Haus in Mischgebieten besitzt, ist beim Thema Schallschutz schlechter gestellt als Hausbesitzer in reinen Wohngegenden.

Zum Teil sollen nur einzelne Wohnräume oder Seiten eines Hauses mit passivem Schallschutz versehen werden – es gab Stimmen, die sich dagegen wehrten, von der Bahn fremdbestimmt zu werden.

Welche Räume wie genutzt werden, wäre dann festgesetzt – eine Missachtung der Eigentumsrechte und ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, so die Kritik, unzumutbar.

Inzwischen ist die Erörterung weg vom Schallschutz

Die meisten Forderungen lehnt die Bahn rundweg ab: Nachtfahrverbote, Tempolimits, technische Standards der Waggons beispielsweise. Teilnehmer forderten für den Bahnhof Wesel und die Haltestelle Feldmark transparente Schallschutzwände, um Angsträume zu vermeiden.

Inzwischen ist die Erörterung weg vom Schallschutz, hin zum Thema Erschütterungen gelangt. Vor allem in der Feldmark wird Erschütterung an Gebäuden gemessen, zur Beweissicherung.

Eine Zunahme nach dem Ausbau von weniger als 25 Prozent gilt als zumutbar.

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