Naturschutz

Neuer Weseler Storchenkalender zeigt die Pracht der Tiere

Die tollen Bilder von Hans Glader zieren wieder den neuen Storchenkalender.

Die tollen Bilder von Hans Glader zieren wieder den neuen Storchenkalender.

Foto: H.Glader

Kreis Wesel.   Der neue Kalender der Stiftung Störche NRW ist da und es gibt ihn in doppelter Auflagenzahl. Mit dem Kauf wird die Stiftungsarbeit unterstützt.

Der Kreis Wesel wird mehr und mehr zum Storchenland. Die Zahl der Weißstörche hat sich hier in den letzten Jahren vervielfacht. Nicht umsonst besitzt Bislich mittlerweile eine Storchenroute und es wird im Frühjahr mitgefiebert, wie viele Junge die Brutpaare diesmal großziehen.

Die Stiftung Störche NRW mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Hans Glader, der bis zu seiner Pensionierung bei der Biologischen Station im Kreis Wesel gearbeitet hat, tut alles dafür, dass die langbeinigen Vögel sich hier wohl fühlen. Zuletzt wurden in Hamminkeln-Wertherbruch knapp 20.000 Quadratmeter Grund in der Isselniederung angekauft, um hier beste Bedingungen für sie zu schaffen.

Spenden sind immer willkommen

Dafür ist Geld nötig. Spenden sind immer willkommen, und auch der Erlös aus dem Verkauf des neuen Kalenders „Störche 2019“ trägt dazu bei, die Arbeit der Stiftung zu unterstützen und das ohnehin positive Image der Störche zu festigen.

Waren es im vergangenen Jahr noch 250 Exemplare, die die Käufer durch 2018 begleiteten, sind es diesmal doppelt so viele. „Die Nachfrage war sehr groß“, sagt Glader, von dem wieder alle Storchenfotos stammen. Der Januar zeigt die hübschen Tiere im Schnee, im Februar wird das Nest ausgebessert. Den März begleitet ein Schwarzstorch, der bis in die 1870er Jahre im Dämmerwald heimisch war, jetzt aber nur noch auf dem Durchzug im Frühjahr und im Herbst am Niederrhein Station macht.

Jetzt hoffen alle auf einen Schwarzstorch

Vielleicht, so die Hoffnung der Storchenunterstützer, gelingt es ja, ihn zurückzuholen, so wie einst die Weißstörche. Allerdings benötigt der Vogel mit den dunklen Federn einen anderen Lebensraum als sein heller Kollege. 120 Brutpaare gibt es in Nordrhein-Westfalen, weiß Glader, der den Kalenderblatt-Schwarzstorch auf der griechischen Insel Lesbos abgelichtet hat. Er schätzt große, ruhige Wälder und ist extrem empfindlich, wenn diese Voraussetzungen nicht vorhanden sind. In den Mittelgebirgen finden die Schwarzstörche das, was sie brauchen. So im Teutoburger Wald, im Sauer- und Siegerland sowie in der Eifel.

Das Foto vom Duo gelang 2016 in Wertherbruch

2016 ist Hans Glader übrigens das gelungen, wovon er lange geträumt hat. Er bannte einen Weiß- und einen Schwarzstorch auf ein Foto. Das Duo entdeckte er in Wertherbruch. Vielleicht ziert das seltene Bild einen der folgenden Kalender, in dem für 2019 ist es jedenfalls nicht zu finden.

Die Weißstörche sind in diesem Jahr übrigens schon Anfang August gen Süden geflogen. Extrem früh, weiß Hans Glader, sind sie sonst doch meist erst Anfang September im Aufbruch. Vielleicht ist das mangelnde Nahrungsangebot, das aus dem trockenen Somme resultiert, der Grund dafür. Doch dies kann nur vermutet werden.

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