ÖPNV

Note sehr gut fürs Bus-Angebot

Die Busanbindung Lackhausens ist am Wochenende verbesserungsfähig. sagt die Untersuchung aus. Archivfoto: Markus Joosten

Die Busanbindung Lackhausens ist am Wochenende verbesserungsfähig. sagt die Untersuchung aus. Archivfoto: Markus Joosten

Foto: Markus Joosten

Wesel.   Bei der Bestandsaufnahme zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes steht Wesel prima da - mit Einschränkungen.

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Bus fahren in Wesel ist ganz überwiegend eine positive Sache. Ziemlich schnell, ziemlich häufig kommt man ziemlich überall hin, so die Bilanz im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes des Kreises Wesel. Viel Handlungsbedarf besteht demnach nicht. Sonntags könnte das Busangebot in Lackhausen, Büderich und Ginderich etwas besser sein, haben Gutachter festgestellt. Ginderich brauche zudem zwei neue Haltestellen. Werrich/Perrich hat keine und wird wohl auch, so der Bericht, „relativ isoliert“ bleiben.

Wegen zu wenig Bewohnern teils nicht lohnend

„Gute bis sehr gute Werte“ bescheinigt das begutachtende Fachbüro dem Bus-Angebot in der Stadt. Das gilt sowohl für die Verbindungen zwischen Stadtzentrum und Stadtteilen als auch für die „Querverbindungen zwischen den wichtigsten Ortsteilen“.

Fusternberg, Obrighoven, Diersfordt und Bislich lägen an normalen Werktagen etwas unter dem Anforderungsprofil, aber in den beiden erstgenannten Fällen seien angesichts des 30-Minuten-Taktes keine Maßnahmen erforderlich, und in Bislich und Diersfordt verhinderten die zu geringen Einwohnerzahlen ein Mehr an Fahrten. Angeregt wird, „über ein bedarfsorientiertes Verkehrssystem mit vergleichsweise geringen Kosten Abhilfe zu schaffen“ - etwa per Bürgerbus.

So etwas werde in Werrich/Perrich nicht funktionieren, meint der Gindericher CDU-Politiker Heinrich Henrichs. Bei 561 Einwohnern lohne dort keine Haltestelle, sagen die Gutachter. Die Menschen seien es „gewohnt, mit dem Fahrrad zur Haltestelle nach Ginderich zu fahren“, ergänzt Henrichs. Allerdings käme es auch ihnen zugute, wenn von den vorgeschlagenen beiden weiteren Gindericher Haltestellen für die Linien 65 und 67 westlich und östlich der Haltestelle Post zumindest die an der Kirche eingerichtet würde.

„Relativ gut in alle Richtungen“

Von Ginderich, wo „bald 50 Busse am Tag hin und her fahren“, gelange man „relativ gut in alle Richtungen“, findet Henrichs. Das Schnellbus-Angebot trage dazu bei, so die Gutachter. Hinsichtlich der Anbindung in Richtung Alpen sei die Fahrplangestaltung verbesserungsfähig.

Handlungsbedarf gebe es teils an den Wochenenden. Weniger in Diersfordt und Lippedorf, die dann nicht „bedient“ werden, wo aber auch keine Nachfrage zu erkennen sei, eher in Büderich und Ginderich sowie in Lackhausen, wo das Angebot im 120-Minuten-Takt zu gering sei. Abhilfe „durch geeignete Maßnahmen“ fordern die Gutachter.

Verbessern, meinen sie, sollte man auch die Verbindungen zwischen Wesel, Hünxe und Schermbeck. Die Stadt Wesel halte sie für ausreichend, aber aus Hünxer und Schermbecker Sicht solle man das Angebot, auch an Sonntagen, geringfügig aufstocken. Auch zwischen Wesel und Moers müssten an den Wochenenden mehr Busse verkehren. Während der Hauptverkehrszeit solle hier ein Angebot im Halbstundentakt eingeführt werden. Nichts auszusetzen haben die Gutachter an den Verbindungen zwischen Wesel und Hamminkeln.

„Im Wesentlichen sehr gut“ kommen die Haltestellen in der Bewertung weg. Und auch die Reisegeschwindigkeit: „Weite Teile des Zentrums sowie die umgebenden Wohngebiete in direkter Nachbarschaft der Innenstadt werden in acht Minuten von der Haltestelle Mathenakreuz aus erreicht“, stellen die Gutachter fest. Allein in Richtung Obrighoven und Wittenberg könnte es etwas schneller gehen.

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