Ehrenamt

Ohne sie geht gar nichts

Sie stehen selten im Rampenlicht: Die Träger des Ehrenamtspreises.  Vorne von links: Friedel Weidemann, Vera Lohbeck, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Jürgen Knorr und Gisela Borgmann. Hinten von links: Margret von Derschau, Udo Höpken, Margarete Schieferstein, Petra Hochstrat und Jürgen Kleffel. 

Sie stehen selten im Rampenlicht: Die Träger des Ehrenamtspreises. Vorne von links: Friedel Weidemann, Vera Lohbeck, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Jürgen Knorr und Gisela Borgmann. Hinten von links: Margret von Derschau, Udo Höpken, Margarete Schieferstein, Petra Hochstrat und Jürgen Kleffel. 

Foto: FunkeFotoServices

Wesel.   Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zeichnete Ehrenamtliche aus - sie wirken meist im Stillen

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„Ehrenamtler sind streitbare und kämpferische Verfechter ihrer Ideen. Zudem zeichnet sie Beständigkeit und Verlässlichkeit aus. Tugenden, die nicht mehr zwingend zum Alltag unserer Gesellschaft gehören“, erklärte Christiane van Deest, Mitglied des Weseler Seniorenbeirates, am Samstag im Rahmen des Weseler Ehrenamtstages. Aus insgesamt 56 Nominierungen hat die Auswahlkommission den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses zehn Personen vorgeschlagen, die einstimmig gewählt wurden.

Zeichen der Wertschätzung

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit musikalischer Begleitung durch Sophia Rosenthal und Stephan Marten überreichte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp Ehrenamtsmedaillen und Ehrenurkunden an die Nominierten. „Die Verleihung der Ehrenamtspreise soll Ausdruck unserer Anerkennung und Wertschätzung sein. Es ist zugleich ein Zeichen des Dankes für bürgerliches Engagement, das häufig im Verborgenen stattfindet“, betont Westkamp.

Wie wichtig die Dienste der engagierten Helfer für die Hansestadt sind, machte die Verwaltungschefin am Beispiel der Flüchtlingsthematik deutlich: „Wir haben uns mit vereinten Kräften den Herausforderungen gestellt und meistern sie, weil sich sehr viele Menschen hauptberuflich und ehrenamtlich engagieren.“

Ob bei der Flüchtlingshilfe, den Hilfs- und Wohlfahrtsverbänden oder in der Kleiderkammer: Ehrenamtler sind nicht mehr wegzudenken.

Wie vielfältig ihre Tätigkeiten sein können, zeigt sich am Beispiel von Friedel Weidemann. Seit 25 Jahren ist sie als „Kochfrau“ für das katholische Ferienwerk im Einsatz auf Ameland. Daneben kümmert sie sich im Caritas-Familienbüro um die Belange junger Familien, betreut in dem von ihr mit aufgebauten „Offenen Ohr“ der St.Mariä-Himmelfahrt-Kirche seit vielen Jahren bedürftige Menschen aus der Stadt, gestaltet Gottesdienste und trägt maßgeblich zum Gelingen der jährlichen Sternsinger-Aktionen bei. Für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen haben sie Pfarrer Stefan Sühling und Karl-Heinz Ortlinghaus.

Oder Margret von Derschau. Sie gehörte 1982 zum Kreis derer, die die Telefonseelsorge Wesel aufgebaut haben. Ihren Preis nahm sie stellvertretend für alle entgegen, die sich wie sie in der Hospizarbeit und für den Eine-Welt-Laden einsetzen.

Nicht aufgeben

Betrachtet man die Verdienste allein der neun ausgezeichneten Ehrenamtler, Gert Bork war verhindert und bekommt seine Urkunde am 21. Dezember, stellt sich die Frage, wie das alltägliche Leben in der Stadt ohne sie funktionieren sollte. Ulrike Westkamp bat deshalb eindringlich die in diesem Jahr nicht berücksichtigten Personen darum, es im kommenden Jahr erneut zu versuchen.

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