Kultur

Paten für die Offene Bühne im Scala Kulturspielhaus Wesel gesucht

So fing alles an: Stefan Frank las am 23. November 2016 bei der Premiere der Offenen Bühne. Archivfoto

Foto: Johann Ridder

So fing alles an: Stefan Frank las am 23. November 2016 bei der Premiere der Offenen Bühne. Archivfoto Foto: Johann Ridder

Wesel.   wölfmal im Jahr will das Scala Kulturspielhaus die Bühne für Nachwuchskünstler frei machen. Doch die dafür notwendige Technik kostet viel Geld

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Eine Offene Bühne – für viele Künstler ist das der erste Schritt ins Rampenlicht. Für Musiker gibt es etliche Möglichkeiten in der Region. Seit November 2016 bietet das Scala Kulturspielhaus eine Offene Bühne für alle Sparten und steht damit weit und breit allein da. Tänzer, Comedians, Autoren, Mentalisten – viele von ihnen haben die Chance für junge Künstler genutzt. Immer mehr melden sich dafür und auch die Zahl der Zuschauer steigt an.

1000 Euro pro Abend unter anderem für Technik

Doch so ein Abend kostet rund 1000 Euro für Technik und das ganze Drum und Dran. Die ersten bislang zwölf Vorstellungen haben der Scala Kultur- und Förderverein, besonders aber eine Spende der Unternehmer für Wesel, möglich gemacht. Das Format soll weiter laufen und nun suchen Geschäftsführerin Karin Nienhaus und der Förderverein neue Paten. Nur mit ihrer Hilfe kann die Offene Bühne am letzten Donnerstag im Monat weiter gehen. Die Auftaktveranstaltung am 25. Januar übernimmt der Lions-Club Wesel, eine weitere die Volksbank. Gestern sagte noch Michael Schulz, Lions- und Fördervereinsmitglied zu, eine Veranstaltung aus der Stiftung zu fördern, die er mit seiner Frau Silvia hat. Ganz frisch kam dann die Zusage der Nispa, die zwei Abende finanziert.

Michael Schulz, Jochen Runte und Wolfgang Jung von den Lions werben gemeinsam mit Monika Stallknecht vom Scala Kultur- und Förderverein um Unterstützung. „Weil bei uns junge Künstler auftreten, benötigen wir eine professionelle Technik“, erläutert Monika Stallknecht. Anfänger verfügen darüber nicht. „Dieses Format ist nicht kommerziell, es benötigt Finanzhilfe“, sagt auch Karin Nienhaus. Zwar kommen zwischen 20 und 100 Zuschauer pro Abend, doch der Eintritt ist frei. Allein mit dem aufgestellten Sparschwein für Spenden lassen sich die Kosten nicht erwirtschaften.

Lions machen in diesem Jahr den Anfang

Die Lions wollen mit ihrer Spende die Sache anschieben und um weitere Paten werben. Das können Unternehmen sein, aber auch Einzelpersonen, die sich zusammentun. Sieben Vorstellungen in diesem Jahr sind noch nicht finanziert.

Karin Nienhaus und Monika Stallknecht kämpfen um die Offene Bühne, die ein fester Bestandteil des Weseler Kulturlebens geworden ist – wie auch das Scala selbst, dass es nun seit fünf Jahren gibt. Auch in einer Stadt wie Wesel gibt es genügend Kreative, um ein solches Format mit Leben zu füllen. Welche Künstler und welche Bühnensparten die jeweiligen Programme füllen, die von 19.30 bis 22 Uhr laufen, wissen die Veranstalter im voraus noch nicht. Vieles ist kurzfristig, manches entscheidet sich sogar am Abend selbst erst. Das schränkt die Einflussmöglichkeit der Sponsoren zwar ein, macht aber auch einen großen Reiz der offenen Bühne aus.

Kontakt

Ansprechpartnerin für die Offene Bühne im Scala ist Monika Stallknecht, 015253443705, oder per E-Mail an kontakt@scala-kulturspielhaus.de

Der Scala Kultur- und Förderverein ist gemeinnützig, er kann daher auch Spendenquittungen ausstellen. Er wirbt zudem um weitere Mitglieder.

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