Betuwe

Resolution von 40 Initiativen

Unter dem Lärm der Betuwe leiden die Anlieger Tag und Nacht. Foto: Thorsten Lindekamp

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Kreis Wesel. „Eine moderne Bahn ist eine leise Bahn“ - so lautet der Tenor einer jetzt von 40 Bürgerinitiativen zeitgleich veröffentlichten Resolution. Sie entstand nach dem internationalen Bahnlärmkongress im November in Boppard (die NRZ berichtete). Denn eines wurde dort deutlich gemacht: Bahnlärm macht krank.

Dabei habe der Gesetzgeber seinen Beobachtungsauftrag zur Einhaltung des Bundesimmissionsschutzgesetzes missachtet, wie es in einer Pressemitteilung von „Pro Rheintal“, heißt und die jetzt von Gert Bork, dem ersten Vorsitzenden der „Bürgerinitiative Betuwe - So nicht“ verbreitet wurde.

Kettensäge wird übertönt

Bahnlärm habe sich aufgrund der gestiegenen Beladung von Güterwaggons, höherer Geschwindigkeiten und des enorm gestiegenen Verkehrsaufkommens zum lautesten aller Verkehrsmittel entwickelt. Besonders die im Schnitt 40 Jahre alten Güterzüge brächten es mit ihren verriffelten und teilweise beschädigten Rädern auf teils ungepflegten Schienen auf Lärmimmissionen von bis zu 110 dB(A). Kettensägen und Presslufthämmer seien bei diesem Krach nicht mehr zu hören.

Wissenschaftler forderten, dass Lärmpegel von 65 dB(A) tagsüber im Außenbereich nicht überschritten werden sollten. Allein im Oberen Mittelrheintal würden aber am Tage und in der Nacht Werte von 100 dB(A) und mehr gemessen. Dieses Szenario werde mit der Betuwe-Linie auch auf den Niederrhein zukommen, so Gert Bork.

Dabei könnte schon die Instandsetzung alter Güterwagen und die Pflege der Schienen eine Entlastung um 10 dB(A) bringen. Mit zusätzlichen innovativen Maßnahmen an der Strecke käme man auf ein erträgliches und verantwortbares Level, heißt es.

Jahr für Jahr verschlinge die Bahn 20 Milliarden Euro an Bundesmitteln, dabei sei innerhalb von elf Jahren lediglich eine halbe Milliarde Euro im Lärmschutzbereich verbaut worden.

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