Auszeichnung

Rotary-Club Wesel-Dinslaken ehrt junge Vorbilder

Sascha Cuppenbender wurde als Fliesenleger Deutscher Meister.

Sascha Cuppenbender wurde als Fliesenleger Deutscher Meister.

Foto: sc / NRZ

Kreis Wesel.  Sascha Cuppenbender und Maksim Bondarenko aus Wesel gehören zu den Ausgezeichneten. Die Ehrung musste pandemiebedingt virtuell vorgenommen werden.

Die 20. Auszeichnung der Preise der Jugendstiftung des Rotary-Clubs Wesel-Dinslaken fand im ungewöhnlichen virtuellen Rahmen über Zoom statt. 75 Zugeschaltete verfolgten die Übergabe der Urkunden durch die Angehörigen an vier junge Preisträger – darunter zwei aus Wesel.

Einer der beiden ist Sascha Cuppenbender. Er wurde wegen seiner außergewöhnlichen Leistungen als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger und seinem Engagement bei den Dompfadfindern ausgezeichnet. In der Laudatio bezeichnete sein Berufsschullehrer Karl-Heinz Müller den 22-Jährigen als „Riesenbeispiel dafür, dass man nach dem Abitur auch im Handwerk große Ergebnisse und einen erfolgreichen Weg beschreiten kann.“

Trotz des Erfolgs bescheiden und bodenständig

Der Weseler, der sein Abitur am Andreas-Vesalius-Gymnasium machte, hatte seine Ausbildung mit der Durchschnittsnote 1,0 abgeschlossen und vor kurzem an der Meisterschule Köln seinen Meister und Bachelorabschluss bestanden.

Als Kammerbester mit der Note eins habe er das „beste oder zweitbeste Prüfungsergebnis der letzten 30 Jahre“ erzielt. Im März 2019 hatte er sich bei den Landesmeisterschaften der Kammerbesten „souverän durchgesetzt und Ende Oktober im Bundeswettbewerb in Niedersachsen den dritten Platz belegt“, sagte Müller.

Glücklich, dass jemand aus dem Handwerk geehrt wird

Und auch als Person habe er mit seiner bescheidenen bodenständigen Art einen „bleibenden Eindruck“ hinterlassen.

Sascha Cuppenbender zeigte sich glücklich über die Auszeichnung. „Ich finde es gut, dass auch jemand aus dem Handwerk geehrt wird. Da ist vom Image her ja noch Luft nach oben.“ Er will den elterlichen Betrieb in der vierten Generation übernehmen.

Karen Schneider, Leiterin des Konrad-Duden-Gymnasiums, würdigte den Vorsitzenden der Weseler Jusos, den 18-jährigen Büdericher Maksim Bondarenko. In ihrer Laudatio beschrieb sie den in Weißrußland geborenen und im Alter von einem Jahr nach Deutschland gekommenen Bondarenko als „wissbegierig, zuverlässig, aufgeschlossen für Neues, sozial und engagiert.“

Maksim Bondarenko: Berufsziel Staatsanwalt

Maksim Bondarenko, der als einer der Abi-Jahrgangsbesten in Bochum Jura studiert und Staatsanwalt werden will, wolle als Vorsitzender der Weseler Jusos „das Leben einiger Menschen ein Stück besser machen.“

Das werde ihm gelingen, „weil er authentisch und mitreißend ist, ein Team zusammenhalten kann und die Dinge, die er sich vornimmt, zu Ende bringt“, so Schneider. Er sei 2017 in die SPD eingetreten, „um unbedingt etwas zu verändern“, meinte der Preisträger. Er sehe die Auszeichnung als „Ermutigung, weiterzumachen“ und als Motivation „für alle Jugendlichen, die sich politisch engagieren.“

Diese Preisträger ehrte der Rotary-Club Wesel-Dinslaken ebenfalls

Ausgezeichnet wurde auch Annika Rühl (22) aus Voerde, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Schon in ihrer Kindheit entdeckte sie ihre Liebe zu Pferden und hat mit großem Engagement und Einsatz im Schwerpunkt „Dressur“ eine Vielzahl von Turnieren gewonnen und Preise erzielt.

Jetzt ist sie Bereiterin in einem Dressurstall. Jonah Hassel (17) aus Dinslaken hat gerade sein Abitur mit der Note 1,0 bestanden. In der Schule war er unter anderem Sanitäter und Schülersprecher. Außerschulisch ist er in verschiedensten Funktionen in der Kirchengemeinde St. Vincentius in Dinslaken aktiv.

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