Bergbauschäden

Runder Tisch Salzbergbau im Kreis Wesel kommt im April

Der Salzbergbau sorgt für Absenkungen des Bodens. Immer mehr davon Betroffene schließen sich in der Interessengemeinschaft zusammen. 

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Der Salzbergbau sorgt für Absenkungen des Bodens. Immer mehr davon Betroffene schließen sich in der Interessengemeinschaft zusammen.  Foto: pr

Kreis Wesel.   Diskussion im Kreisausschuss über die mehr als ein Jahr dauernde Wartezeit zwischen Beschluss und Umsetzung des Runden Tisches Salzbergbau.

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Lange mussten sie warten, die Salzbergbaugeschädigten. Im März diesen Jahres hatte der Kreistag einen Runden Tisch Salzbergbau beschlossen. Michael Brinkhoff, stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft, war zur jüngsten Sitzung des Kreisausschusses gekommen. „Damals, im März, waren wir 1000 Mitglieder“, sagte er. Inzwischen seien viele weitere dazu gekommen. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass vor der Landtagswahl etwas geschieht. Aber bis zur Bundestagswahl schon“, so Brinkhoff. Etliche Mitglieder glaubten inzwischen, dass das Verfahren bewusst in die Länge gezogen werde, „um dem Ansinnen zu schaden.“

Verzögerung durch Krankheitsfälle in der Verwaltung

Vorstandsmitglied Helmut Czichy widersprach dem. Ein Mitarbeiter sei schwer erkrankt, „die Verwaltung ist nicht so aufgestellt, dass alle Ausfälle einfach mal so kompensiert werden können“. Er hatte auch gute Nachrichten: Am 12. April 2018 wird es im Kreishaus Wesel von 14 bis 18 Uhr den Runden Tisch geben. Hauptreferent wird Professor Heinz Konietzky von der TU Bergakademie Freiberg sein, ein Geotechniker. Der Runde Tisch sei als Fachveranstaltung konzipiert, mit dabei seien die Unternehmen, die Initiative und die Bergbehörde.

Diskussion um die Personalstärke

Obwohl die Kreistagsfraktionen in der Sache einig sind und auf Seiten der Geschädigten stehen, löste das Thema Diskussionen aus. SPD und Linke sind davon überzeugt, dass die Kreistagsmehrheit, das Bündnis aus CDU, Grünen und FDP/VWG, durch ihren Sparkurs die Verwaltung geschwächt habe. Dem widerspricht das Bündnis: Die Verwaltung sei durchaus imstande zu agieren, auch hätten für den Runden Tisch die nötigen Mittel zur Verfügung gestanden. Während die CDU den Krankheitsfall als Erklärung akzeptierte, kritisierten die Grünen die lange Zeitspanne zwischen Beschluss und Umsetzung dennoch als „ausgesprochen bürgerfern“.

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