Verkehr

Rutschiger Radweg auf Weseler Brücke wird zur Posse

Andre Benke und Christina Brückner (mit Westen) prüfen im Beisein von Polizei sowie Vertretern von Firmen und Stadtverwaltung den Probebelag.

Foto: Erwin Pottgießer

Andre Benke und Christina Brückner (mit Westen) prüfen im Beisein von Polizei sowie Vertretern von Firmen und Stadtverwaltung den Probebelag. Foto: Erwin Pottgießer

Wesel.   Auch das Probefeld hat nicht die gewünschte Griffigkeit. Am Samstag soll nun Testfeld Nummer zwei entstehen, die Begutachtung ist am Dienstag.

Der neue, glatte Untergrund auf dem Radweg der Theodor-Heuss-Brücke bleibt im Fokus von Firmen, Planern und Polizei. Nach Bekanntwerden der Gefahrenstelle durch einen 19 Jahre alten Radfahrer aus Wesel, der nach seinem Sturz am vergangenen Freitag die Polizei alarmierte, gibt es immer noch keine Lösung für das Problem (die NRZ berichtete).

Eine noch gröbere Körnung

Denn auch die extra mit Flatterband abgesperrte Probefläche, die am Mittwoch mitten auf dem Übergang aufgebracht wurde, entspricht nicht der Norm, ist ebenfalls einfach zu glatt. „Sie liegt knapp darunter“, sagt Gottfried Brandenburg von der Planungsabteilung der Stadt und berichtet, wie es nun weitergehen soll: Es wird eine weitere Probefläche mit einer noch gröberen Körnung geben.

Voraussichtlich am Samstag soll sie aufgebracht werden, denn die Mischung aus Farbe und Sand - bislang war es Quarzsand - muss erst noch her. Montag würde dann die Versiegelung erfolgen, damit am Dienstag der bereits vereinbarte Ortstermin wiederum mit allen Beteiligten stattfinden kann.

Naturprodukt Quarzsand

Dabei wolle man „deutlich über irgendwelche Mindestwerte kommen“, sagt Brandenburg - um auf der sicheren Seite zu sein. Die Abnahme, das steht wohl jetzt schon fest, wird die Stadt dann in Begleitung eines Gutachters machen. „Denn so einen Fall hatten wir noch nicht.“

Wie so etwas überhaupt passieren kann? Brandenburg weiß es nicht, mutmaßt aber, dass Quarzsand ein Naturprodukt und in bestimmten Lagen vielleicht nicht so stark gekörnt ist. Auf die Mischung komme es wohl an.

Fertigstellung der Baustelle verzögert sich weiter

Fest steht schon jetzt, dass sich die Fertigstellung der Baustelle verzögert, schätzungsweise um eine Woche, heißt es. Ursprünglich war als Termin der 25. Mai angegeben worden. Nun muss die bereits aufgebrachte Mischung aufgeraut und abgetragen werden, bevor es mit dem neuen Material weitergeht. Und wer haftet? Die Stadt äußert sich dazu nicht und verweist auf das Ingenieurbüro, das sie mit der Erledigung der Arbeiten beauftragt hat.

Bei der Polizei haben sich inzwischen insgesamt sechs Radfahrer gemeldet, die auf dem bei Regen glatten Untergrund gestürzt sind. Wer ebenfalls betroffen ist, kann sich weiter an die Weseler Wache wenden: Telefon 0281/1070.

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