Verkehr

Sanierung der Luisenstraße in Wesel startet im Sommer

Die Luisenstraße wird von vielen als Rumpelstrecke empfunden.

Die Luisenstraße wird von vielen als Rumpelstrecke empfunden.

Foto: foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Wesel.  Endlich, werden viele denken. Denn nach Jahren des Weiterschiebens wird die Sanierung der Fahrbahndecke der Luisenstraße nun bald umgesetzt.

Die Luisenstraße zwischen der Schill- und der Oberndorfstraße wird endlich saniert. Nach den Sommerferien wird der städtische Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) auf der Rumpelstrecke nach vielen Jahren des Verschiebens aktiv. Denn eines ist nicht nur den Nutzern und Anliegern, sondern auch der Stadtverwaltung klar: Sowohl die Fahrbahn als auch der Rad- und Gehweg sind mittlerweile in einem unzumutbaren Zustand.

Keine Anliegerbeiträge

Dennoch soll es hier nicht die große Generalsanierung geben, wie am Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit deutlich wurde. Lediglich der Fahrbahnbereich erhält eine neue Decke und auch die Anordnung der Verkehrsströme ändert sich. „Der vollständige Ausbau hätte zu hohe Kosten verursacht“, sagte Michael Blaess vom Team Verkehrsplanung und Straßenbau. Die Anliegerbeiträge hätten im hohen fünfstelligen Bereich gelegen, bei einer Sanierungssumme von 2,2 Millionen Euro. Bei der jetzigen Variante fallen dagegen keine Anliegerbeiträge an.

1,50 Meter breite Streifen für Radfahrer

Radfahrer sollen künftig beidseitig auf der Straße ihren Platz finden, auf einem 1,50 Meter breiten Streifen, der auch von Autos überfahren werden kann. Denn die Fahrbahn für Autos wird deutlich schmaler als bislang ausfallen. Weiterhin soll zudem parallel zur Fahrbahn geparkt werden können, wobei die Parkplätze mit 2,10 Meter breiter werden. Und: Im Einmündungsbereich des Flamer Wegs wird dafür gesorgt, dass die Einsehbarkeit für Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist, indem die parkenden Autos mehr Abstand einhalten müssen. Diese Anregung von Anliegern gab Wolfgang Lingk (CDU) weiter.

Fahrschüler üben hier das Einparken

Der von der Fraktion „Wir für Wesel“ gestellte Antrag, auf der Luisenstraße 60 Parkplätze mehr zu schaffen, indem statt der Längs- die Schrägaufstellung umgesetzt wird, kam nicht durch. Den Parkdruck im Bereich rund ums Schillviertel und am LVR-Niederrheinmuseum Wesel, den Jürgen Lantermann anführte, sahen andere Politiker nicht. Im Gegenteil: Frank Schulten (CDU), von Beruf Fahrlehrer, teilte mit, dass hier sämtliche Fahrschulen mit ihren Schülern das Einparken übten, weil es hier nämlich ausreichend Parkplätze gebe.

Was am Ende auf der Luisenstraße bleiben wird, ist der Gehweg, der teils von den Wurzeln der großen Bäume angehoben wird. „Ein Unding“, findet Lantermann.

Weder Abriss noch Sanierung

Die Fußgängerbrücke am Konrad-Duden-Schulzentrum über die Reeser Landstraße, die seit vielen Jahren gesperrt ist, wird nicht abgerissen. Grund: Egal ob Abriss oder Sanierung, die Kosten sind laut Bürgermeisterin Ulrike Westkamp gleich hoch - zu hoch.

Der vor langem gestartete Versuch, die Brücke für einen Euro bei Ebay im Internet zu versteigern, ist fehlgeschlagen. Bleibt die Frage, ob durch die neu gebauten Häuser nun vielleicht doch wieder ein Bedarf für den Übergang besteht.

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