Soziales

Senioren-Hilfe in Hamminkeln – gute Geister von Wertherbruch

Die Helfergruppe „Für- und Miteinander“, die Senioren in Wertherbruch unterstützt.

Die Helfergruppe „Für- und Miteinander“, die Senioren in Wertherbruch unterstützt.

Foto: Johannes Kruck / NRZ

Hamminkeln.  „Für- und Miteinander“ bietet Älteren alle zwei Monate einen „Prootnomedag“ – in der Corona-Zeit gab es Ersatz, bald wieder ein Treffen.

Am Anfang stand eine Vision, die im Herbst 2018 bei einem Infoabend der Zukunftswerkstatt Wertherbruch spontan aufkam. „Angelika Hübers, Inge el Khawaga und ich hatten damals gleichzeitig die gleiche Idee, dass in Wertherbruch noch zu wenig für die Senioren gemacht wird“, sagt Ursula Meyer, die Ansprechpartnerin des Helferteams.

Schon zwei Monate später gab es ein erstes Treffen für Senioren im Ort: Alle zwei Monate richtet das Team aus zehn „guten Geistern“, das sich „Für- und Miteinander nennt, seitdem einen „Prootnomedag“ – also einen Nachmittag zum Erzählen aus, der allerdings auch noch einiges mehr zu bieten hat.

Neben Kaffee und Kuchen, Plätzchen oder Schnittchen dürfen sich die älteren Besucher über so manche Überraschung freuen – ein Spielnachmittag, der Besuch einer „Märchentante“ und eine Planwagenfahrt oder aber Grillen gehörten zu den Besonderheiten der Senioren-Nachmittage.

Auch die Musikgruppe Haldern-Strings stattete dem Treffen schonmal einen Besuch ab

Ursula Meyer berichtet, dass sich der Prootnomedag schnell immer größerer Beliebtheit erfreut: „Angefangen haben wir mit 14 Besuchern – mittlerweile sind wir bei zwischen 35 und 40 Senioren“.

Schon drei Überraschungspakete

Am 26. März hatte sich bereits tierischer Besuch als Überraschung angekündigt – doch dann kam Corona dazwischen. Seitdem gibt es als Schutz für die Hochrisikogruppe keine Erzähl-Nachmittage mehr – zum Leidwesen der Senioren und auch der Helfer.

Doch die guten Geister blieben nicht tatenlos: Sie beglückten die Senioren zwischenzeitlich dreimal mit Überraschungspaketen als Grußbotschaft während der Corona-Zeit.

Unter dem Motto „Wir haben Euch nicht vergessen“ besuchten die Helfer alle Senioren – mal überbrachten sie ein selbstgebasteltes weißes Herz als Zeichen der Verbundenheit, mal selbstgenähte Masken und dann auch Marmelade aus eigener Herstellung. Alles wurde persönlich überreicht – natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Dazu gab es noch Anrufe bei den älteren Leuten.

Doch die Erzählnachmittage waren natürlich zuletzt nicht möglich: „Uns war die Verantwortung bisher zu groß, irgendwas zu unternehmen“, sagt Ursula Meyer. Jetzt ist aber dank der zurückgehenden Corona-Zahlen ein „vorsichtiges Wiedersehen“ in Sicht: Am Donnerstag, 26. November, lädt die Gruppe „Für- und Miteinander“ zur Adventsfeier ein – von 15 bis 18 Uhr läuft das Angebot im Birkencafé an der Provinzialstraße, für alle Über-80-Jährigen aus Wertherbruch – oder für die, die aus Wertherbruch stammen.

Meyer: „Es ist jetzt so viel abgesagt worden. Doch gerade die alten Leute haben so einen Bedarf nach Kontakt, Gesprächen und Begegnungen. Daher wäre es sinnvoll, die Sache wieder im Rahmen des Möglichen aufleben zu lassen.“

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