Bürgerinitiative

Sorgen um Grundwasserspiegel

Foto: Bürgerinitiative

Kreis Wesel.   Die Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten traf sich zur Jahreshauptversammlung in Büderich. Ziel bleibt neutrale Schiedsstelle.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es ist nicht vorbei: Die Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW ist noch lange nicht am Ziel. Doch es gibt Teilerfolge, die während der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte van Gelder bekannt gemacht wurden. Seit ihrer Gründung vor einem Jahr kämpft die Bürgerinitiative für Geschädigte des Salzbergbaus im linken Rheinbogen, der sich zwischen Rheinberg und Xanten erstreckt. In der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche Auswirkungen festgestellt, wie zum Beispiel die gehäuft auftretenden Bodensenkungen.

Die Verursacher dieser Probleme sieht die Initiative in den Unternehmen Solvay, Cavity und Lineg. Ihre Vertreter seien zu jeder Veranstaltung eingeladen gewesen, jedoch nie erschienen, bedauerte Vorsitzender Wilhelm Fischer. Im Dezember kam es erstmals zu einem sachlichen Gespräch der Parteien, es folgte ein weiteres in dieser Woche. Eine direkte Lösung konnte wegen der unterschiedlichen Standpunkte nicht gefunden werden, aber bei der Bürgerinitiative ist man zuversichtlich: Im Februar/März sollen die Gespräche fortgeführt werden. Ihrem Ziel einer neutralen Schiedsstelle rücken die Aktiven damit näher.

Neue Pläne der Lineg

Kaum ist jedoch eine Verbesserung der Situation in Sicht, taucht ein neues Problem auf. Die Lineg (Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft) hat neue Pläne für eine Gewässerregulierung bis 2025 bekanntgegeben. Auswirkungen: Nicht ersichtlich.

Dabei sollen zur Kosteneinsparung die Pumpanlagen reduziert und das überschüssige Wasser dem Rhein zugeführt werden. Die Initiative fürchtet nun, dass dies dem Wasser das Eindringen und Versickern erleichtert und womöglich zu einem erhöhten Grundwasserspiegel führen könnte – es drohen Probleme, wie feuchte Keller. Daher ruft der Verein seine Mitglieder dazu auf, bis zum 1. März Einwendung gegen die Pläne einzulegen. Die Lineg-Pläne liegen in den Rathäusern in Wesel, Xanten, Alpen und Rheinberg bis zum 16. Februar aus.

Trotzdem sind die aktuell 992 Mitglieder froh, dass jemand sich um ihre Schäden und Ängste kümmert. Während der Versammlung erntete der Vorstand für sein Engagement großes Lob von den anwesenden 70 Mitgliedern, auch von Kassenprüfer Dr. Heinzgerd Schott: „Ich möchte nochmal betonen, dass dieser Einsatz wirklich Lob verdient. Der Vorstand hat keinerlei entstandene Kosten für Bewirtung oder Benzin aus der Vereinskasse entnommen.“ Stattdessen habe jeder die Aufwendungen privat getragen. Wilhelm Fischer: „Ich danke allen Großspendern und politischen Vertretern, die uns unterstützen.“ Am Ende wurde auch gewählt: Markus Skeide (Borth) als stellvertretender Vorsitzender und Xaver Merkl (Büderich) als Kassierer wurden einstimmig wiedergewählt. Neu in den Beirat wurde Hans-Peter Feldmann aus Birten gewählt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik