Soziales

Soziokulturelles Zentrum in Schermbeck wird immer konkreter

Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth (3.v.l.) und Caritasdirektor Michael van Meerbeck (5.v.r.) stellten das zukünftige Soziokulturelle Zentrum vor.

Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth (3.v.l.) und Caritasdirektor Michael van Meerbeck (5.v.r.) stellten das zukünftige Soziokulturelle Zentrum vor.

Foto: Heiko Kempken / FFS

Schermbeck.  Gemeinde und Caritas stellen Pläne für das neue Großprojekt im Alten Rathaus vor. 25 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Es kehrt (noch mehr) Leben ein ins ehemalige Alte Rathaus. Caritasdirektor Michael van Meerbeck stellte die Pläne für die Gestaltung des zukünftigen Soziokulturellen Zentrums vor. Wenn es nach ihm ginge, könnte schon im Oktober mit den Arbeiten begonnen werden.

Doch die Baugenehmigung liege noch nicht vor. Die Architekten überprüften derzeit die Ausschreibungen. Van Meerbeck zeigt sich optimistisch und hofft, dass es im November losgehen kann.

Finanziert werden die Maßnahmen mit einer Fördersumme von 600.000 Euro, die Caritas investiert 400.000 bis 500.000 Euro. 25 neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Van Meerbeck erklärte: „Dieses Zentrum solle ein Brücke schlagen zu den Bürger jeglichen Alters, es soll Möglichkeiten bieten, wie es in einer Stadt mittlerer Größe möglich ist“.

„Etwas Außergewöhnliches für den ländlichen Raum“

Das künftige Zentrum bezeichnete Bürgermeister Mike Rexforth als „etwas Außergewöhnliches für den ländlichen Raum“. Es sei ein Experiment und auch eine große Herausforderung, von der er hoffe, dass damit auch viele gesellschaftliche Probleme zu lösen wären. „Natürlich hätten wir auch ein Bürogebäude daraus machen können, aber wir wollen einen Mittelpunkt für die Bürger schaffen“. Er kann sich vorstellen, dort auch Veranstaltungen für Neubürger zu organisieren.

Jessica Tepass, die Leiterin der beratenden Dienste im Fachbereich Pflege und Beratung, stellte das Konzept vor. Im Rahmen einer niederschwelligen Begegnungseinrichtung können sich die Menschen hier thematisch, generations- und herkunftsübergreifend treffen.

Die Tagespflege mit einem eigenen Eingang, Gemeinschafts- und Ruheraum sowie einem Bad für die Pflege zieht in die ehemalige Bücherei. Eine große Terrasse wird Richtung Rewe-Parkplatz gebaut. Auch ein Demenzcafé, Alten- und Demenzberatung, Betreuungsangebote, Jugendbegegnungen oder Vortragsabende sollen das Haus mit Leben füllen.

Dort, wo derzeit die Kindertagesstätte beheimatet ist, soll, wenn die Kita zum Borgskamp zieht (laut van Meerbeck im Sommer 2021), ein Kultur- und Begegnungscafé installiert werden.

Über der Ex-Bücherei entsteht ein Saal mit einem Küchenbereich, in dem sich Gruppen treffen können. Auch die Fachdienste werden im Alten Rathaus ihr Zuhause finden. Die Polizei möchte raus aus dem Keller – die Beamten beziehen ihre Räume im Obergeschoss.

Trauzimmer bleibt unverändert

Im Trauzimmer werde nichts verändert, hier könnten in Zukunft kleine Feiern stattfinden. Erfreulich sei, so van Meerbeck, dass die Gemeindeverwaltung Probleme wie den demografischen Wandel direkt angehe.

„Auch die Unterstützung durch die örtlichen Vereine ist eine ungeheure integrative Kraft im Ort“, lobt der Caritasdirektor. Das kenne er aus anderen Orten ganz anders.

Er hoffe auch auf ehrenamtliche Kräfte, die die Arbeit im neuen Zentrum unterstützen. Die Situation sei derzeit so, dass das Pflegepersonal in seinem Unternehmen am Ende seiner Kräfte ist.

„Corona verlangt uns physisch und psychisch viel ab“, sagte er und wünscht sich Unterstützung durch Menschen aus der Pflege, die nicht arbeiten, aber vielleicht Lust haben, hier Einsatz zu zeigen.

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