Impfkampagne

SPD Kreis Wesel: Misere bei Corona-Impfungen war abzusehen

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Offiziell ist die Niederrheinhalle in Wesel kein Impfzentrum mehr.

Offiziell ist die Niederrheinhalle in Wesel kein Impfzentrum mehr.

Foto: Michaelis, Judith (jumi) / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Die SPD-Fraktion im Kreistag Wesel kritisiert, dass sich Landrat Ingo Brohl nicht vehementer für den Erhalt der Impfzentren eingesetzt hat.

Die SPD-Kreistagsfraktion kritisiert die schleppende Impfkampagne im Kreis Wesel. Sie habe Landrat Brohl bereits im September dazu aufgefordert, sich auf Landesebene für den Erhalt der Impfzentren einzusetzen, erklärt die Fraktion in einer Mitteilung. „Diese erneute Not, Impfwillige nicht zeitnah impfen zu können, ist unerträglich und war dennoch bereits vor der Schließung unserer Impfzentren abzusehen“, so die gesundheitspolitische Sprecherin Dörthe Krüger.

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Auch Gabriele Gerber-Weichelt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion aus Moers, kritisiert scharf, dass Landrat Ingo Brohl sich nicht vehementer bei der Landesregierung für den Erhalt der Impfzentren eingesetzt hat. „Schon damals wurde über Auffrischungsimpfungen, vor allem für Ältere, konkret nachgedacht. Auch dass der Herbst, und mit ihm die Ansteckungszeit sowie der Rückzug in geschlossene Räume, nicht auf sich warten lassen würde, war im September hinreichend bekannt.

Aber nicht nur das aus ihrer Sicht zögerliche Verhalten des Landrats macht die SPD- für die aktuelle Impf-Misere im Kreis verantwortlich. Auch das unverständliche „Hüh und Hott“ der CDU/FDP-geführten Landesregierung in Düsseldorf habe direkte negative Auswirkungen auf die Impfkampagne im Kreis Wesel.

Impfungen im Kreis Wesel: SPD will schnelle Lösungen

SPD-Mann Heinrich Heselmann, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Bevölkerungs- und Verbraucherschutz sowie stellvertretender Landrat im Kreis Wesel, betont: „Die Impf-Infrastruktur, die wir im Frühjahr mit großer Anstrengung und viel Stress für alle Beteiligten aufgebaut haben, mussten wir im September wieder einstampfen – nur um sie knapp zwei Monate später ein weiteres Mal mühsam wieder hochzufahren.“

Für Jammern sei jedoch keine Zeit, findet Heselmann. Nun gelte es, gemeinsam mit dem Landrat und allen Fraktionen im Kreistag, „schnelle und kreative Lösungen“ zu finden, um allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich Erst-, Zweit-, oder Drittimpfen lassen möchten, möglichst zeitnah ein Impfangebot machen zu können. (red)

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