Musik

Stimmungsvolle Atmosphäre wie in einer englischen Kathedrale

Das Abendgebet in der Marienthaler Klosterkirche wurde am Sonntag mit Chorbegleitung gefeiert.

Das Abendgebet in der Marienthaler Klosterkirche wurde am Sonntag mit Chorbegleitung gefeiert.

Foto: Gerd Hermann

Hamminkeln.   In der Marienthaler Klosterkirche noch einmal Weihnachten gefeiert – mit dem Vokalensemble „Cantemus“ und dem Kammerchor „Sine Nomine“ aus Köln.

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Endlich wieder Weihnachten! Moment mal – war doch nicht gerade erst Weihnachten? Eigentlich liegt das Fest der Geburt Jesu Christi schon einige Tage hinter uns. In der Klosterkirche Marienthal wurde dennoch noch einmal Weihnachten (nach-)gefeiert.

Ein etwas außergewöhnlicher Tag im Januar, kurz nach dem Fest der „Heiligen Drei Könige“. Gleich zwei Chöre – das Vokalensemble „Cantemus“ und der Kammerchor „Sine Nomine“ aus Köln, beide unter der Leitung von Dominik Giesen, sangen bei der Weihnachtsandacht.

Unter dem Motto „The sound of Christmas“ erklangen ganz besondere Lieder und Weisen. An der Orgel spielte der gebürtige Brite George Warren aus Köln.

Auf der britischen Insel ist das Abendgebet mit Beteiligung eines Chores schon eine lange Tradition. Mittlerweile ist diese Form von Gottesdienst auch nach Deutschland herübergekommen. Die Klosterkirche Marienthal hat sich dieser Tradition mittlerweile angeschlossen. Somit wurde das Publikum in die Atmosphäre einer englischen Kathedrale versetzt, zwar in kleinerem Rahmen, dafür aber im original, denn die Choräle (Corals) wurden alle in englischer Sprache gesungen.

Bekannt geworden ist diese Feier in Cambridge, wo sie immer in der College Chapel stattfindet und immer im britischen Rundfunk BBC live übertragen wird. „Nine lessons and carols“ heißt das Thema, was so viel heißt wie „Neun Lesungen und Weihnachtslieder“.

Pünktlich nach dem letzten Glockenschlag zogen die Mitglieder der Chöre unter den Klängen der gut registrierten Orgel in den Altarraum, wo immer noch die großen Kerzen auf dem Altar leuchteten und die beiden geschmückten Tannenbäume zu sehen waren.

Biblische Worte erwärmten die Zuhören in den Bänken

Die Kirchenbänke waren bestens besucht, der Kirchenraum zwar recht kalt, aber die vielen biblischen Worte und vor allem die Musik erwärmten die Zuhörer.

Die festlichen weihnachtlichen Lesungen und Lieder sind größter Bestandteil der Weihnachtsandacht und ließen das Weihnachtsfest noch einmal Revue passieren.

Noch einmal wurde von der Verkündigung, der Geburt Jesu und dem Besuch der Heiligen drei Könige gesungen. Sämtliche Lieder, Lobgesänge und Kompositionen waren von englischen Tondichtern wie Boris Ord, Peter Warlock, Johannes Eccard und John Rutter, hierzulande eigentlich nicht so bekannte Komponisten.

Die beiden Chöre standen sich gegenüber, das machte einen sehr guten Eindruck. Beide Chöre harmonierten und der ruhige Gesang, mitunter sogar bis in die höchsten Töne, erfüllte den Kirchenraum, über dessen Akustik man sich nicht beklagen kann.

Zwischen den jeweiligen musikalischen Darbietungen wurden Texte aus der Heiligen Schrift vorgetragen.

Feierlicher Abschluss der Weihnachtszeit

Natürlich gab es neben den schönen unbekannten Werken auch Bekanntes zu hören, wie beispielsweise „O Holy Night“ von Adolphe Adam, gesungen von einem Tenor in Verbindung mit den Chören, was gut ankam, Aber auch „In dulci Jubilo“ von Robert Lucas Pearsall und das bekannte „The first nowell“ von David Wilcocks waren Werke, die bei keinem Weihnachtskonzert fehlen dürfen.

Auch das Publikum durfte mitsingen. Die Texte hatte man eingangs auf Programmzetteln verteilt.

Mit Liedern wie „Engel auf den Feldern singen“ (Gloria in excelsis deo), „Es ist ein Ros entsprungen“ sowie „Nun freut euch, ihr Christen“ wechselten sie sich mit dem Chorgesang ab.

Und nach dem Fürbittengebet, dem „Vater unser“ und dem Segen wurde ein typisch englischer Christmas-Song mit allen gesungen. „Hark! The herald angels sing“ lautete er und ließ damit die Zeremonie der Weihnachtszeit endgültig festlich abschliessen.

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