Wirtschaft

Sun Protection aus Dingden hat sich neu aufgestellt

Oliver Ridder (M.) konnte am Messestand viele neue Kunden begrüßen.   

Oliver Ridder (M.) konnte am Messestand viele neue Kunden begrüßen.  

Hamminkeln.   Das Unternehmen der Hamminkelner van Clewe-Gruppe hat auf der Leitmesse „R + T“ in Stuttgart viele neue Kunden aus dem Ausland gewonnen.

Die Mühe hat sich gelohnt für das Dingdener Unternehmen van Clewe Sun Protection. Zweieinhalb Jahre haben sie an der Loikumer Straße auf den Auftritt bei der Leitmesse „R + T“ für Rollladen, Tore und Sonnenschutz in Stuttgart hingearbeitet, haben das Unternehmen neu ausgerichtet und können nun behaupten: Das war es wert.

„Wir haben bei der Messe 300 Besuchsberichte mit konkreten Anfragen geschrieben, mehr als 85 Prozent der Anfragen kamen auf Englisch und ein Drittel unserer Gesprächspartner waren neue Kontakte“, bilanziert der geschäftsführende Gesellschafter von Sun Protection, Ansgar van Clewe, den Messeauftritt ausgesprochen positiv. Die „R + T“ in Stuttgart findet nur alle drei Jahre statt und wird nicht nur von deutschen Kunden, sondern auch von internationalen Händlern besucht.

Die größte Investition in der Firmengeschichte

Als Hersteller von hochwertigen Textilien für den innenliegenden Sonnenschutz ist diese Ausstellung für das van Clewe-Unternehmen ein Muss. „Wir haben bereits vier Mal teilgenommen“, so Verkaufsmanager Oliver Ridder. Aber diesmal hatten sich die Dingdener im Vorfeld komplett neu aufgestellt mit ihren Rollos, Plissees und Lamellen-Systemen. Etwa 500 000 Euro haben sie investiert. „Die größte Investition in unserer fast 25-jährigen Firmengeschichte“, so Ansgar van Clewe.

Sie haben im Vorfeld ihre Vertriebskanäle stark ausgeweitet, ihre Produktpallette erweitert und ihre Internetpräsenz mit neuer Homepage und neuen Angeboten komplett überarbeitet. „Der Textilmarkt ist etwas altbacken“, weiß van Clewe aus langjähriger Erfahrung, da hielten sich alle mit Blick auf die Konkurrenz bedeckt. Gerade im Bereich Internet. Aber in Dingden haben sie jetzt einen Quantensprung hingelegt. Durch hochauflösende Fotos können die Kunden nun bereits eine Vorauswahl aus den 100 Artikelserien mit insgesamt 1000 Positionen treffen. Das ist eine enorme Erweiterung der Produktpalette. „Unterschiedliche Länder, unterschiedliche Stoffe“, kommentiert der Geschäftsführer kurz und knapp.

In der digitalen Welt angekommen

Wer will, kann sein Wohnzimmer fotografieren und mittels „mapping“ mit spezieller Software sofort sehen, wie sich ein Rollo in das Wohnambiente einfügt. Das erleichtert die Auswahl für die Kunden enorm und entlastet Sun Protection. „Wir müssen jetzt nicht 100 Karten an den Kunden schicken, sondern können massgeschneidert ein Paket gemäß den Wünschen zusammenstellen“, ist Oliver Ridder von den digitalen Möglichkeiten ganz begeistert. Dabei gilt immer noch, dass in dem Dingdener Unternehmen von der Faser bis zum Endprodukt alles selbst produziert ist. „Made in Germany“ gilt immer noch als Qualitätssiegel.

Früher waren es vor allem Konfektionsunternehmen, die Raumausstatter beliefern, die die Kundschaft von van Clewe Sun Protection ausmachten. Die spielen heute auch noch eine Rolle. Doch daneben werden immer mehr Baumarktketten und sogenannte „Do-it-yourself“-Online-Shops beliefert. Ein Wachstumsmarkt.

Osteuropa und Russland sind Wachstumsmärkte

Auch die weiter fortschreitende Internationalisierung der Kundenstämme sorgt für mehr Auslastung in der Produktion. „Vor allem Osteuropa mit dem Baltikum und Russland“, sieht Ansgar van Clewe als große Wachstumsmärkte. Dass der neue Weg, den das Unternehmen vor zweieinhalb Jahren eingeschlagen hat, der richtige ist, belegen aus Sicht der Geschäftsführung auch diese Zahlen. Gestartet in die Neuausrichtung ist Sun Protection mit 92 Kunden in 28 Ländern. Nun sind es 140 Kunden in 39 Ländern, die bedient werden. Von Dingden in Hamminkeln.

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