Vorweihnachtszeit

Tannenbäume gibt es in Schermbeck und Hünxe frisch vom Feld

Dirk und Stefan Buchmann mit ihren Weihnachtsbäumen.      

Dirk und Stefan Buchmann mit ihren Weihnachtsbäumen.      

Foto: Privat

Hünxe/Schermbeck.  Bald startet der Weihnachtsbaumverkauf. Auch das Selbstschlagen ist in Schermbeck und Hünxe möglich.

Bald geht er wieder los, der Weihnachtsbaumverkauf. Für viele ist es besonders schön, ihren Baum direkt im Wald auszusuchen und abzusägen. Dirk Buchmann, der Senior-Chef vom Schulte-Drevenacks-Hof, hat schon zehntausende Weihnachtsbäume verkauft. Er spricht aus Erfahrung: „Zu 80 Prozent suchen die Frauen den Baum aus. Dann fügt er schmunzelnd hinzu: „Den klugen Mann erkennt man daran, dass er ein paar Meter wegsteht und immer nur nickt….“ Harmonischer Auftakt zum Fest der Liebe sozusagen.

Ab Mittwoch, 25. November, also fast ein ganzer Monat vor Heiligabend, beginnt der Verkauf hier in Drevenack. „Das ist für die Leute, die schon zum ersten Advent einen Baum stehen haben möchten“, erklärt Buchmann. Er rechnet mit etwa 100 Bäumen, die er vor dem 29. November verkauft, überwiegend werden es wohl Firmen sein, die die Bäume außen am Unternehmen aufstellen wollen, vermutet er.

Bäume wachsen acht bis zehn Jahre

„Auch in diesem Jahr haben wir wieder reichlich wunderschöne Weihnachtsbäume. Auf dem Feld, oder frisch für unsere Kunden gesägt auf dem Hof. Für jeden Geschmack ist etwas dabei“, versichert Buchmann, der auf rund 20.000 Quadratmetern Bäume großgezogen hat, die nach ungefähr acht bis zehn Jahren zum Weihnachtsbaum taugen. Mehrere tausend davon verkauft er Jahr für Jahr.

Daran wird auch die Corona-Pandemie nichts ändern, doch einiges wird in diesem Jahr etwas anders laufen: Auf dem Schulte-Drevenacks-Hof werden die Abstände vergrößert, sodass man sich sicher einen Baum aussuchen kann. Den Weihnachtsmarkt hat Familie Buchmann aufgrund der aktuellen Corona-Situation jedoch abgesagt. Das Selberschlagen des Weihnachtsbaumes sei aber ein sicheres Erlebnis – solange man sich nicht mit der Säge selbst verletzt...

Treckerfahren zu den Kulturen

Der Slogan der Drevenacker Familie lautet: „Ob Blaufichte oder Nordmanntanne, ob selbst geschlagen oder vom Hof, ob groß oder klein – aber ein Baum vom Schulte-Drevenacks Hof sollte es sein.“ Geplant ist auch wieder der Weihnachtsbaumexpress – ein Trecker mit Planwagen bringt die Kunden zu den Weihnachtsbaumkulturen.

Und der Senior-Chef hat noch einen Tipp zur Corona-Situation: „Wir empfehlen Menschen aus Risikogruppen von Montag bis Donnerstag vormittags zu kommen, da es dann erfahrungsgemäß nicht so voll ist.“ Neben einem Online-Kauf bietet Buchmann noch etwas besonders an: „Für Berufstätige planen wir das Late-Night-Cutting, bei dem wir bis 20 Uhr öffnen und sie ihren Baum im von Fackeln beleuchteten Wald schlagen können. Unser Ziel ist es, das Ganze etwas zu entzerren.“

Frost wäre von Vorteil

Auch bei der Schermbecker Baumschule Großblotekamp wird bereits der Verkauf der Weihnachtsbäume vorbereitet – mit einer Einbahnstraßenregelung auf dem Feld wolle man versuchen, dass sich die Kunden so gut wie gar nicht treffen, erläutert Inhaberin Edith Großblotekamp. Fichten, Tannen und Kiefern wird es hier ab 14 Tagen vor dem Fest zu kaufen geben. „Nordmanntannen sind nach wie vor am beliebtesten – die halten relativ lange und pieksen nicht so sehr“, erklärt Großblotekamp. Ein Baum, den man in Wasser stelle, könne vier Wochen halten. Wenn er zuvor Frost mit Temperaturen von ein paar Graden unter Null abbekommen habe, verlängere das die Haltbarkeit des Baumes, erklärt sie. In ihrer Baumschule werden etwa 400 bis 500 Bäume verkauft.

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