Wirtschaft

Tedox sorgt für neues Leben bei Max Bahr in Wesel-Lackhausen

Vor vier Jahren schloss hier der Baumarkt Max Bahr, bald zieht der Renovierungsdiscounter Tedox ein. Foto:Markus Weißenfels

Vor vier Jahren schloss hier der Baumarkt Max Bahr, bald zieht der Renovierungsdiscounter Tedox ein. Foto:Markus Weißenfels

Wesel.   Im Spätsommer soll es voraussichtlich so weit sein. Dann öffnet der Renovierungsdiscounter Tedox, den es bereits in Moers und Oberhausen gibt.

Wirichs, Praktiker, Max Bahr – an der Nordstraße in Lackhausen gab es schon einige Baumärkte im Laufe der Jahrzehnte, in denen die Weseler ein und aus gingen. Jetzt folgt der Renovierungsdiscounter Tedox. 112 Filialen hat das im niedersächsischen Bovenden-Harste ansässige Familienunternehmen, in Wesel soll voraussichtlich im Spätsommer die 113. eröffnet werden, wenn alles glatt läuft.

169 Parkplätze

In nicht öffentlicher Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und des Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschusses wurde am Dienstagabend alles auf den Weg gebracht. Am Mittwoch war die Baugenehmigung bereits in Arbeit und sozusagen in der Post. Denn wie Prokurist Axel Sonne­mann und der für den Expansionsbereich zuständige Jan-Dirc Krumbach auf NRZ-Anfrage mitteilten, wird der bisherige Gartenmarkt hinter der Glasfassade abgerissen. Dort entstehen weitere Parkplätze, so dass am Ende 169 bereit stehen, wie Stadtplaner Martin Prior vorrechnet. Auf dem Grundstück soll schließlich noch mehr passieren, so ist auf einem Teil der bisherigen Parkplätze eine von Tedox unabhängige Autowaschanlage vorgesehen.

Das ist eine gute Lösung, finden Politik und Verwaltung. „Dann ist der Schandfleck endlich weg“, sagt SPD-Fraktionschef Ludger Hovest mit Blick auf die Tedox KG, die seit 2007 so heißt und aus der „Teppich Domäne Harste“ entstand. Das Unternehmen gibt es bereits seit 1972. Es bietet Bodenbeläge, Tapeten, Gardinen, Lampen, Haushaltswaren, Heimtextilien, Möbel, Dekorationsartikel und einiges andere mehr. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Baumarkt. „Sie bekommen bei uns zwar fertig angerührten Putz“, sagt Sonne­mann, „aber keinen Sack Zement oder andere Baumaterialien“. All dies wird auf einer Verkaufsfläche von rund 3200 Quadratmetern präsentiert, hinzu kommen 500 Qua­dratmeter Lager und 200 Quadratmeter Büros. Dabei sind die Tedox-Filialen alle einheitlich gestaltet, mit demselben Bodenbelag und einer Kundenführung etwa.

Ein werbefreies Unternehmen

Rund 1,5 Millionen Euro werde der Vermieter in die Renovierung und Sanierung investieren, heißt es aus der Zentrale in Bovenden-Harste im Landkreis Göttingen. Unter anderem werde die Elektrik erneuert und es gebe sowohl einen neuen Innen- als auch Außenanstrich. In Kürze habe man einen Termin mit dem Eigentümer, der mit dem Bau sofort beginnen könne, sobald die Baugenehmigung da sei.

Als Besonderheit heben Krumbach und Sonnemann hervor, dass es sich um ein werbefreies Unternehmen handelt, sprich: „Wir streben im Kerngeschäft die Marktführerschaft an“. Es seien Waren für das kleine Portemonnaie im Angebot. In Moers und in Oberhausen sind die nächsten Tedox-Filialen zu finden, zwei bis vier von ihnen werden jährlich eröffnet – bislang ausschließlich in Deutschland.

>>>FAKTEN UND ZAHLEN

Gestartet wird mit 15 Mitarbeitern in Vollzeit, kündigen Axel Sonnemann und Jan-Dirc Krumbach von Tedox an. Später könnten weitere Neueinstellungen folgen. Schon einmal habe man vor einiger Zeit in Wesel Personal gesucht, sei dann aber von der Stadt zunächst ausgebremst worden.

Eine Bäckerei oder ein Café, wie bei vielen solcher Märkte üblich, sei zurzeit nicht vorgesehen. Geöffnet werde voraussichtlich montags bis samstags von 9 bis 20 Uhr.

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