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Tourismus am Niederrhein: Vorbereitung auf einen Neustart

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Der Tourismus am Niederrhein ist zuletzt stark eingebrochen. Die Branche bereitet sich auf die Wiederbelebung vor.

Der Tourismus am Niederrhein ist zuletzt stark eingebrochen. Die Branche bereitet sich auf die Wiederbelebung vor.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Kreis Wesel.  Übernachtungen sind um 40 Prozent gesunken. Nun wollen die Anbieter handeln. Es wird befürchtet, dass 25 Prozent der Betriebe nicht überleben.

Durch die Coronakrise sind im vergangenen Jahr die Übernachtungszahlen am Niederrhein eingebrochen: Die Zahl der Gästeübernachtungen ging um 40 Prozent auf rund 1,4 Millionen zurück. Das teilt die Niederrhein Tourismus GmbH mit. 2019 waren es noch rund 2,4 Millionen.

Dennoch sei der Rückgang etwas geringer ausgefallen als im NRW-Durchschnitt (Minus 46,5 %). „Die Zahlen zeigen, dass die Region in den wenigen Wochen nach dem ersten Lockdown bei Touristen sehr gefragt war“, sagt Geschäftsführerin Martina Baumgärtner. Niederrhein Tourismus will sich auf den Re-Start vorbereiten und arbeitet an einem Relaunch der Homepage, bereitet neue Kampagnen vor und spielt Wanderrouten und Radtouren über das Portal von Outdooractive bundesweit aus, um Gäste anzulocken und das Geschäft zu beleben.

Dass dies dringend notwendig ist, machte Ullrich Langhoff, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Kreis Wesel, deutlich. „Es wurden immer noch nicht alle Novemberhilfen ausgezahlt“, so Langhoff. Man gehe davon aus, dass 25 Prozent der gastronomischen Betriebe im Kreis Wesel dieses Jahr nicht überleben werden. Langhoff: „Ein To-Go-Geschäft ist für einen Betrieb nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und bringt keine Wirtschaftlichkeit.“

Digitales Meeting zum Neustart

Zur Vorbereitung auf die Zeit nach dem Lockdown gab es ein digitales Meeting „Re-Start“ mit rund 70 Vertretern von touristischen Unternehmen und aus den Kommunen des Verbandsgebietes. Dabei zeigte Doris Berendes, Expertin für Vertriebsoptimierungen, Impulse auf. Sie geht davon aus, dass es im Sommer wieder an die Kapazitätsgrenzen gehen und es wieder Bilder von überfüllten Stränden an Nord- und Ostsee geben werde.

Diese Situation sei eine Chance für sogenannte 1b-Lagen wie den Niederrhein. Dazu müsse man sich nun ganz stark positionieren, um als Reiseziel gewählt zu werden, so Berendes.

Sie empfiehlt den touristischen Anbietern, ihre Arrangements, die Preisstrategie mit Buchungs- und Stornierungsbedingungen sowie den Kontakt mit den Kunden im Lockdown zu optimieren. Weiter empfiehlt sie, das Gästeerlebnis auf der Internetseite zu verbessern und die eigene Homepage mit dem Niederrhein Tourismus zu verlinken.

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