Lebendiger Adventskalender

Türchen vier in Wesel-Büderich für die Heilige Barbara

Karin Koenen und Kiga-Leiterin Birgit Giesen (rechts) öffnen am katholischen Kindergarten das vierte Türchen im Polderdorf.

Karin Koenen und Kiga-Leiterin Birgit Giesen (rechts) öffnen am katholischen Kindergarten das vierte Türchen im Polderdorf.

Foto: Erwin Pottgiesser / FFS

Wesel.  Im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders im Polderdorf Büderich enthüllten die Kinder ein selbst gemaltes Bild von einem Turm mit Kirschzweigen.

In den vergangenen Jahren haben sich in zahlreichen Orten Menschen zusammengetan, um die Adventszeit auf ungewöhnliche Weise zu begehen: Allerorten gibt es „Lebendige Adventskalender“. Auch längs des Rheins haben in vielen Dörfern und Städten teils kleine, teils größere Aktionen ihren festen Platz im Jahresprogramm.

So gibt es zum Beispiel im Meerbuscher Stadtteil Büderich schon lange das Ritual, zur Adventszeit die Mitbürger zu kleinen Adventsfeiern mit wechselnden Themen einzuladen.

Vielleicht inspiriert von den Meerbuschern, haben sich die „richtigen“ Büdericher einige Dutzend Kilometer rheinabwärts schon seit einigen Jahren entschlossen, in ihrem Ort zur Adventszeit den Menschen kleine und große Türchen zu öffnen.

Und so ist er auch im Weseler Büderich schon eine kleine Tradition, der „Lebendige Adventskalender“: Seit einigen Jahren öffnen sich im linksrheinischen Dorf der Hansestadt in der Zeit zwischen dem 1. und 24. Dezember Türen, die zum Mitmachen, Zugucken und Miteinander-ins-Gespräch-kommen einladen.

Fünfjährige „Senioren“ des Kindergartens

Nachdem am 1. Dezember mit einer Typisierungsaktion für potenzielle Knochenmarkspender gestartet wurde, war es dann am Mittwoch für die kleinen Büdericher soweit: Punkt 18 Uhr öffneten die fünfjährigen „Senioren“ des Kindergartens an der Gartenstraße ein Türchen, das passend zum 4. Dezember der heiligen Barbara gewidmet war.

Etwa 50 Verwandte und Besucher waren gekommen, um zu sehen, was die Kleinen auf die Beine gestellt hatten. „Es waren noch Türchen unbesetzt, und da haben wir uns kurzerhand entschlossen, unseren Beitrag zum Lebendigen Adventskalender zu leisten“, erklärt Birgit Giesen, die die Aktion leitete.

Was wäre die Adventszeit ohne Gesang? So ging es musikalisch los mit einem Lied über die heilige Barbara. Birgit Giesen erzählte die Geschichte der Heiligen, die sich – ganz modern – gegen eine Zwangsehe wehrte und ihre Standhaftigkeit mit dem Tode bezahlen musste, nachdem sie vorher lange in einem Turm eingesperrt gewesen war.

Zahlreiche Berufe haben Barbara zur Schutzpatronin erwählt: darunter Bergleute, Feuerwerker und Geologen. Ihr „Markenzeichen“ sind die Kirschzweige, die, Anfang Dezember in Wasser gestellt, am Heiligabend zu blühen beginnen sollen.

ABC-Strolche Lina und Miriam

Die Kinder der Kita hatten ein Bild vom Turm mit den Kirschzweigen gemalt, das von den ABC-Strolchen Lina und Miriam feierlich enthüllt wurde.

Aber das war noch nicht alles: Wer sich von dem Kunstwerk an der Kindergartentür inspiriert fühlte, konnte sich bei einer Malaktion ausprobieren, selbstverständlich gestärkt mit selbst gebackenen Plätzchen und Kakao. Für die ganz Großen gab es eine Tasse Glühwein.

Vollauf gelungene Aktion

Aber die Hauptsache bei der Aktion „Lebendiger Adventskalender“ ist es ja, dass die Gäste miteinander ins Gespräch kommen, und das ist dem Kindergarten an der Gartenstraße vollauf gelungen.

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