Bürgerbarometer

Umfrage in der Innenstadt: „Wesel fehlt ein Unverpacktladen“

Bürgerbarometer_Wesel_2

Bürgerbarometer_Wesel_2

Foto: Steffen Richters

Wesel.  Die Passanten in der Weseler Fußgängerzone kritisieren das Angebot in Supermärkten. Es werde immer noch zu wenig getan, um Plastik zu vermeiden.

Wie umweltbewusst kaufen die Weseler ein? Und wie zufrieden sind sie mit dem Angebot der großen Supermarktketten? Wir haben uns in der Innenstadt umgehört und mit Passanten gesprochen.

„Ich finde, es wird immer noch zu wenig getan“, sagt Dieter Richter. „Wenn ich zum Beispiel sehe, dass in gewissen Läden Gurken immer noch in Folie verpackt sind, kann ich das nicht nachvollziehen.“ Er selbst versuche beim Einkauf so gut es geht auf Plastik zu verzichten. „Bei manchen Lebensmitteln lässt sich das natürlich nicht vermeiden, aber ich passe da schon sehr genau auf.“ Auch einen Stoffbeutel habe Richter jedes Mal dabei. „Und die Wurst kaufe ich direkt beim Fleischer, da wird die Ware immer in Papier und nicht in Plastikfolie verpackt“, sagt Richter.

„Bei vielen ist das Thema noch nicht angekommen“

Auch Mechtild Milz würde sich selbst als umweltbewusste Verbraucherin einschätzen. „Da bin ich aber wohl eine der wenigen“, so Milz. „Bei vielen ist das Thema noch nicht so angekommen.“ Nur die jüngere Generation achte verstärkt darauf, Plastik zu vermeiden. „Viele Leute sagen, das bringt doch sowieso nichts.“ Diese negative Einstellung könne Milz aber nicht nachvollziehen. Sie selbst nehme immer einen Korb mit zum Einkaufen und greife in der Obst- und Gemüseabteilung auch mal zu einzelnen Äpfeln. „Die kann ich zuhause waschen und schälen. Dafür brauche ich keine Verpackung.“

Bianca Teschke setzt beim wöchentlichen Einkauf auf eine Tasche aus Stoff. Sie ist mit dem Angebot der Discounter unzufrieden: „In Wesel fehlt ein Unverpacktladen.“ Bestimmte Lebensmittel wie Nudeln könnten auch ohne Schutzfolie verkauft werden, meint Teschke. Bei Milch und anderen Getränken greife sie prinzipiell zur Glasflasche. „Und mein Obst und Gemüse hole ich mir vom Markt.“ Auch von anderen Verbrauchern würde sich Teschke eine größere Bereitschaft wünschen. Schließlich gebe es viele Lebensmittel, die nicht in Plastik verpackt werden. (def)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben