Brauchtum

Karneval: Image und Besucherrückgang beschäftigen Vereine

Nur zur Hälfte war die große Niederrheinhalle gefüllt, als die Vereine FKK und KVC Ende Janaur zur gemeinsam Prinksitzung geladen hatten.

Foto: Erwin Pottgiesser

Nur zur Hälfte war die große Niederrheinhalle gefüllt, als die Vereine FKK und KVC Ende Janaur zur gemeinsam Prinksitzung geladen hatten. Foto: Erwin Pottgiesser

Wesel.   Thomas Holtkamp vom CAW zieht Bilanz: Vereine in Wesel müssen zusammenrücken, sagt er. Festzelt am Berliner Tor wurde gut angenommen.

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„Um das Niveau zu halten, müssen die Karnevalsvereine näher zusammenrücken und sich unterstützen“, sagt Thomas Holtkamp, Vorsitzender des Carnevals-Ausschusses Wesel (CAW). „Wir müssen uns für die Zukunft aufstellen.“ Es gehe darum, dass der Karneval nicht als „Saufveranstaltung“ verkomme. Holtkamp freute sich, dass entgegen dieses Images wieder viele Familien zum Rosenmontagszug nach Wesel kamen. Ein anderes Thema ist das Problem des Besucherrückgangs bei Veranstaltungen der Vereine.

So hatten FKK und KVC in diesem Jahr zum zweiten Mal zur gemeinsamen Sitzung in die Niederrheinhalle geladen, die allerdings nur zur Hälfte besetzt war. Das Problem sei nicht auf Wesel und den Karneval begrenzt. Viele Vereine und Brauchtumsveranstaltungen hätten Schwierigkeiten, auch weil Mitgliederzahlen rückläufig seien, so Thomas Holtkamp.

Festzelt am Berliner Tor war „Anziehungspunkt“

Generell sei es schade, wenn bei Veranstaltungen wie den Prunksitzungen Besucher ausblieben, weil „das Programm von vielen eigenen Kräften mit Herzblut gestaltet wird“, befindet Holtkamp. Eine Rolle spiele auch die Niederrheinhalle: „Sie ist toll, aber eben auch sehr groß.“ Ein voller Saal wirke anders, auch wenn weniger Besucher da sind. Möglichkeiten, um auf den Besucherrückgang zu reagieren, sieht er bei der gemeinsamen Organisation oder Gestaltung des Programms.

„Offensichtlich gut angenommen“ wurde laut Holtkamp das Zelt am Berliner Tor, in dem viele nach dem Rosenmontagszug noch friedlich feierten. Die Nachlese werde noch kommen, sagte Holtkamp, mit der Gastronomie wolle man nochmal resümieren. Seine Beobachtung: Nach Ende des Rosenmontagszuges habe sich eine große Menschenmenge am Berliner Tor gesammelt, das Zelt sei ein Anziehungspunkt gewesen.

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