Justiz

Verurteilt nach Diebstahl mit einer Waffe in Schermbeck

Ein Diebstahl mit einer Waffe wird härter bestraft – auch dann, wenn die Waffe gar nicht zum Einsatz kommt.

Ein Diebstahl mit einer Waffe wird härter bestraft – auch dann, wenn die Waffe gar nicht zum Einsatz kommt.

Foto: (Symbolfoto) Oliver Berg / dpa

Schermbeck.  Schermbeckerin (27) stahl bei Rossmann. Sie war auch wegen Drogenbesitzes angeklagt, doch dieser konnte ihr vor Gericht nicht nachgewiesen werden

Unter anderem Duschgel und künstliche Fingernägel wollte am 18. Januar 2017 eine 27-Jährige Schermbeckerin im Drogeriemarkt Rossmann an der Mittelstraße in Schermbeck klauen. Dumm nur, dass die dabei erwischt wurde, noch problematischer für sie war jedoch, dass bei ihre auch noch eine Waffe – ein flexibler Teleskopschlagstock – gefunden wurde.

Doch damit nicht genug: Da dies eine verbotene Waffe ist, hätte sie auch noch wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz belangt werden können.

Zudem beschuldigte sie auch noch ihr ehemaliger Mitbewohner, ein zwischenzeitlich verteilter Drogendealer, etwas mit Drogen zu tun zu haben – blöderweise war sie wegen Drogenbesitzes auch schon vorbestraft.

Die Angeklagte räumte den Diebstahl sofort ein (der Wert der Beute betrug nur 39 Euro), die Drogenvorwürfe bestritt sie jedoch. Die Aussage des aus der Haft vorgeführten Ex-Drogendealers konnten dies auch nicht erhärten.

Also wurde sie jetzt am Weseler Amtsgericht „nur“ für den Diebstahl mit einer Waffe zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, zudem muss sie 100 Sozialstunden leisten.

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