Fahrgeschäfte im Ortskern

Hünxe: Viele Familien besuchten die Kirmes in Drevenack

Lena und Andreas Lersch winken ihrer Tochter Finja auf der Drevenacker Kirmes zu.

Lena und Andreas Lersch winken ihrer Tochter Finja auf der Drevenacker Kirmes zu.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Hünxe.  Der Rummel im Ortskern des Dorfes lockte die Menschen in Richtung Autoscooter, Karussell und Entenangeln. Heimatverein bemüht sich um den Erhalt.

Gerade erst hat die Kirmes am Sonntagnachmittag eröffnet, da sind auch schon die ersten Familien mit Kindern auf dem Rummel unterwegs. Auch Lena und Andreas Lersch sind mit ihrer dreijährigen Tochter Finja aus Wesel zum Kirmestreiben nach Drevenack gekommen. „Ich fahre hier jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbei und dachte mir, wir könnten ja mal schauen, was hier los ist“, sagt Andreas Lersch.

Die eher kleine Kirmes ist so, wie er es erwartet hatte. „Aber Finja hat Spaß und das ist ja die Hauptsache“, erklärt er. Beim Entenangeln fischt sich die Dreijährige einen kleinen Preis an Land – und auf dem Kinderkarussell geht es dann auf dem Rücken eines niedlichen kleinen Bären rund. „Willst du noch mal fahren“, fragt Mutter Lena die kleine Finja. „Ja!“, ruft die begeistert und nimmt am Steuer eines Rennautos Platz.

Die Kirmes in Drevenack hat durchaus ihren Charme. Im Ortskern reihen sich kleine Fahrgeschäfte und Schaustellerbuden aneinander, wobei der Höhepunkt ein Autoscooter ist. Mit dem Angebot ist der kleine Rummel eher etwas für die jüngeren Besucher – oder für die Menschen, die in Drevenack leben und mal schauen möchten, was da direkt vor ihrer Haustür los ist.

Rummel soll nicht aussterben

„Wir versuchen alles, damit unsere Kirmes nicht ausstirbt“, sagt Karina Entrop, Beisitzerin im Heimat- und Verkehrsverein Hünxe und Vertreterin der Drevenacker Vereine. „Das Wetter spielt zum Glück mit und um den Rest müssen wir uns selbst kümmern“, sagt sie.

Mit den Vereinen aus dem Dorf und ihren Angeboten sind schon viele Drevenacker in das Geschehen eingebunden und es finden sich auch immer mehr Leute ein, die sich den Rummel im Ortskern mal aus der Nähe anschauen möchten. „Bisher sind wir ganz zufrieden“, sagt Karina Entrop, auch wenn sie es schade findet, dass man gerade am Drevenacker Kirmeswochenende die Behelfsbrücke über den Wesel-Datteln-Kanal gesperrt hat. „Wer zu uns möchte, muss daher schon einen Umweg fahren“, betont sie.

Verkaufsoffener Sonntag

Zum ersten Mal ist Rolf Schmellenkamp auf der Kirmes mit dabei. Mit der Mobilen Weinzeit schließt der Angestellte des Weinhaus Straeten aus Kempen eine Lücke. „Bisher hat der Männergesangverein hier immer mit einem eigenen Stand Wein angeboten“, sagt er. Mittlerweile hat sich der Verein aufgelöst und so ist der Weinhändler zum ersten Mal auf der Kirmes in Drevenack unterwegs. „Freitag war es wegen des Regens nicht so voll hier“, erzählt er. „Aber am Samstag war es für mich ganz in Ordnung.“ Und am Sonntag luden Gewerbetreibende und Geschäftsleute zudem zum verkaufsoffenen Nachmittag.

Der Händler weiß, dass er sich als „Neuer“ auf der Kirmes erstmal eine Stammkundschaft erarbeiten muss. Dabei hat er allerdings einen kleinen Heimvorteil, denn er ist in Drevenack geboren. „Wenn ich das den Besuchern erzähle, dann sind sie direkt aufgeschlossen“, sagt Rolf Schmellenkamp.

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