Entwicklungskonzept

Vorbildlich in Wesel – Ginderich lebt auf

Strahlende Gesichter bei der Vorstellung der Koordinatorin der Dorfschule Ginderich, Anke Bückmann (vorne). Mit der 54-Jährigen freuen sich (von links) Marie-Therese Bauer, Herbert Wesely sowie Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Julia Jörgensen (Leader) und René Augustin von der Bezirksregierung.

Foto: Markus Joosten

Strahlende Gesichter bei der Vorstellung der Koordinatorin der Dorfschule Ginderich, Anke Bückmann (vorne). Mit der 54-Jährigen freuen sich (von links) Marie-Therese Bauer, Herbert Wesely sowie Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Julia Jörgensen (Leader) und René Augustin von der Bezirksregierung.

Wesel.   Damit das Dorfinnenentwicklungskonzept weiterhin gute Früchte trägt, nahm nun Anke Bückmann ihre Arbeit als Koordinatorin für das Dorfleben auf.

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„Wir bauen hier was auf!“, verkündete Herbert Wesely gestern voller Überzeugung und Freude. Der Vorsitzende des Vereins Dorfschule Ginderich strahlte mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp um die Wette, als Anke Bückmann als neue Koordinatorin in der Dorfgemeinschaftseinrichtung „Dorfschule Ginderich“ vorgestellt wurde. Die 54-jährige Ökotrophologin aus Wesel sorgt seit Anfang März dafür, dass das 2400-Seelen-Dorf weiter aufblüht.

Denn es tut sich was in Ginderich, wie auch Ulrike Westkamp lobend hervorhob: „Der Startschuss für die Erarbeitung des Dorfinnenentwicklungskonzeptes fiel Anfang 2017. In Rekordzeit wurde das Konzept auf den Weg gebracht, die Realisierung läuft mit sehr großen Schritten.“

Wie sehen die Gindericher ihre Zukunft und welche Wünsche haben sie? Auf diese Fragen hatten die Einwohner des Ortes über 30 Vorschläge. „Bei so vielen Ideen war klar, dass wir jemanden brauchen, der das koordiniert und sich hauptamtlich darum kümmert“, begründete die Bürgermeisterin, weshalb die zunächst auf zwei Jahre befristete Stelle einer Koordinatorin eingerichtet wurde.

„Wir möchten, dass die Menschen sich in ihren Dörfern wohlfühlen“, ergänzte Westkamp. Herbert Wesely konkretisierte: „Wir wollen, dass die Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, hier auch alt werden können.“

Deshalb sei neben den beiden Säulen Sport & Gesundheit sowie Kunst & Kultur vor allem der Bereich Soziales & Mobilität von großer Bedeutung. Das freut auch René Augustin von der Bezirksregierung: „Das trifft den Nerv der Zeit, gerade im Zeichen des demografischen Wandels.“

Was das Projekt besonders auszeichne: Hier werde aktiv auf die Leute zugegangen. „Erstmal zu schauen: Was wollt ihr? Was braucht ihr“, sei ein „sehr schöner, sehr spannender Ansatz“. Deshalb könne das Projekt auch guten Gewissens gefördert werden.

Dies gelte auch aus Sicht der Leader-Region Lippe-Issel-Nieder-rhein, wie Julia Jörgensen ausführt: „Unsere Aufgabe ist es, Projekte zu unterstützen zur Entwicklung der ländlichen Region. In Ginderich haben wir jetzt eine Art Leuchtturm für kleine Ortschaften.“

Von Null auf über 100 in der ehemaligen Dorfschule

40 Mitglieder des Vereins Dorfschule Ginderich sowie weitere 40 freiwillige Helfer haben in den vergangenen Monaten bereits für viel neuen Schwung in dem idyllischen Wallfahrtsort gesorgt. Wesely nennt als Beispiel: „In dem ehemals leerstehenden Gebäude der alten Schule sind jetzt jede Woche über 100 Leute aktiv.“

Reha-Sport habe es hier noch nie gegeben – doch seit September laufen in der Dorfschule sogar vier Reha-Sport-Kurse. „Für manche Angebote – wie für den Gitarrenkurs bei Christian Angenendt – kommen sogar Leute aus Dinslaken und Düsseldorf“, berichtet Wesely.

Dies alles zu koordinieren ist Aufgabe von Anke Bückmann, die mit zwei Schwerpunkten startet: Die Einrichtung eines Fahrdienstes und den Ausbau der Nachbarschaftshilfe. „Zum Glück gibt es sehr viele engagierte Menschen im Dorf“, lobt die Koordinatorin.

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