Betuwe-Linie

Was rollt Tag und Nacht vorbei?

Foto: dpa

Kreis Wesel.   Die Bürgerinitiativen entlang der Betuwe-Linie machen Druck bei der Bahn. Sie wollen wissen, wieviele Züge schon jetzt auf der Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen unterwegs sind.

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Die Bürgerinitiativen (BI) entlang der Betuwe-Linie, darunter auch die „BI Betuwe - so nicht!“ unter der Führung des Weselers Gert Bork, machen Druck bei der Bahn. Nachdem sie vom Präsidenten des Eisenbahn-Bundesamtes Gerald Hörster die Mitteilung erhalten haben, dass die DB Netz AG nach dem Umwelt-Informationsgesetz zur Auskunft verpflichtet ist, wenn es um die Zahl der Güterzüge geht, schrieben sie Bahnchef Rüdiger Grube. Er soll ihnen die tägliche Zahl von Güterzügen nennen, die tagsüber und auch nachts auf der Betuwe unterwegs sind. Außerdem hätten die Aktiven gern Angaben über die Länge und Gefahrgutklassifizierung der Züge sowie den Anteil der Waggons mit Graugussbremsen.

Schließlich haben viele Anwohner schon jetzt den Eindruck, dass der Zugverkehr mit der Zeit erheblich zugenommen hat. Zuletzt irritierten vor allem Hinweise, dass die Bauplaner der Gleise gar nicht wüssten, was dort transportiert werde. Die Betuwe-Bürgerinitiativen pochen darauf, dass die Zahlen seitens der Bahn noch während der laufenden Planfeststellungsverfahren veröffentlicht werden.

Hilfreich wären auch Angaben zum Lärm und zu den Erschütterungen, die die Güterzüge verursachen. Und: Die Betroffenen möchten, dass erklärt wird, was die öffentlich versprochenen höchsten internationalen Sicherheitsstandards bedeuten. Sich ausschließlich auf die Einberufung eines Empfehlungsgremiums zu beziehen, wie Anfang November geschehen, sei zu wenig.

Unterdessen teilte das Eisenbahn-Bundesamt mit, dass an den Betuwe-Gleisen bislang keine Baumaßnahmen oder Änderungen an der Elektrotechnik vorgenommen wurden, die eine Steigerung der Kapazität auf der Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen hätten bewirken können. Die Genehmigung zum Bau des elektronischen Stellwerks habe keine Genehmigung einer Blockverdichtung enthalten. Bereits von der DB Netz AG gestellte Anträge auf Blockverdichtung, seien im Dezember vergangenen Jahres zurückgezogen worden.

Die Prognose für das Jahr 2025 sieht laut Eisenbahn-Bundesamt für den Streckenabschnitt zwischen Oberhausen und Wesel 259 Züge zwischen 6 und 22 Uhr vor, inklusive Personenverkehr. Zudem 87 Züge zwischen 22 und 6 Uhr. Auf dem Abschnitt zwischen Wesel und Emmerich sind 210 Züge von 6 bis 22 Uhr und 79 von 22 bis 6 Uhr angegeben.

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