Tradition

Wenn aus Rüben Laternen werden

Foto: WAZ FotoPool

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Hamminkeln. Elf Mädchen und sechs Jungen sind eifrig bei der Sache, schnitzen und schaben von den dicken roten Rüben kleine Stücke ab. Schnitt für Schnitt werden die Umrisse klarer: Aus der Feldfrucht wird eine wunderschöne Martinslaterne.

Das hat in der Gemeinschaftsgrundschule Loikum-Wertherbruch schon ein bisschen Tradition. Zum vierten Mal laden die Landfrauen des Ortes gemeinsam mit dem Ortsverein Loikum-Töven-Mehrhoog zum Runkelrüben-Basteln ein. Das Angebot richtet sich immer an die Viertklässler, denn ein wenig Geschick und Kraft erfordert es schon, die dicken Früchte zu bearbeiten. Zwar hat „Opa Willi” Stenkamp schon eine ordentliche Vorarbeit geleistet und die Rüben mit der Bohrmaschine ausgehöhlt, doch für die Feinarbeit sind die Grundschüler verantwortlich.

„Wir wollten im Landfrauenverein die alte Tradition aufleben lassen und haben vor einigen Jahren selbst Laternen aus den Rüben gebastelt”, berichtet Petra Baasch, Vorsitzende der Landfrauen Loikum-Töven-Mehrhoog. Die damalige Schulleiterin Marion Brunsiek las von dieser Aktion und nahm mit der Loikumerin Kontakt auf – seither wird kurz vor St. Martin in der vierten Klasse gebastelt.

„Die Kinder freuen sich richtig darauf”, erzählt Klassenlehrerin Völpel. Ein Blick in die Klasse bestätigt das eindrucksvoll. Alle möchten möglichst an diesem Schultag fertig werden. Und damit das auch klappt, helfen Mütter und Landfrauen gerne mit. Zum Schluss gibt's noch einmal einen ordentlichen Schuss Zitronensaft über die Rüben, damit sie ihre Farbe auch behalten – fertig sind die Laternen.

Alle Exemplare bekommen darüber hinaus noch einen ganz besonderen Stab, um die schweren Laternen während des Martinszuges auch richtig festhalten zu können. Ein Wertherbrucher Schreiner hat die Stiele mit der kleinen Plattform extra für die Grundschüler angefertigt.

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