Wettbewerb

Wesel stimmt über die beste Künstlerin ab

Heike Kemper mit den Stimmzetteln zur Abstimmung über den Erna-Suhrborg-Preis

Heike Kemper mit den Stimmzetteln zur Abstimmung über den Erna-Suhrborg-Preis

Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Arbeiten der zehn Finalistinnen sind jetzt im Centrum zu sehen. Jetzt haben die Weseler die Wahl: Wer verdient den Erna-Suhrborg-Preis?

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Anfangs lief es schleppend an, doch dann kamen die Einsendungen. Und so sahen Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Wesels Erster Beigeordneter Daniel Kunstleben und Kulturbeauftragte Heike Kemper am Donnerstag höchst zufrieden aus. 26 Künstlerinnen aus dem Kreisgebiet haben sich auf die Auslobung des Erna-Suhrborg-Preises gemeldet.

Ein schönes Ergebnis. Und, fast noch schöner - es kam nicht nur Masse, sondern auch Klasse. Und so fiel es Kemper und Kunstleben nicht leicht, mit der Künstlerin Gabriele Suhrborg eine erste Auswahl zu treffen. Zehn Künstlerinnen werden in einem Sonderraum des Centrums vorgestellt - jetzt liegt es an den Bürgerinnen und Bürgern, die beste zu küren.

Der Preis erinnert an die Malerin Erna Suhrborg

Von der Eröffnung am Sonntag (8.1.2017) an liegen Stimmzettel bereit - am 19. Februar wird feststehen, wer den ersten Erna-Suhrborg-Preis erhält, den die Eheleute Suhrborg mit der Stadt ausgelobt haben.

Der Preis erinnert an die Künstlerin Erna Suhrborg und versteht sich als Hommage an eine stille Meisterin, erinnerte die Bürgermeisterin gestern. Er ist mit 1000 Euro und Ausstellungsmöglichkeiten dotiert - für die noch unbekannten Frauen wiegt das fast noch mehr als das Preisgeld.

Auch Niki de Saint Phalle hat kein Hochschulstudium

Die Ausschreibung wandte sich ausdrücklich an Autodidaktinnen. „Wir wollten begabten Frauen Mut machen, ihren Weg weiter zu verfolgen“, sagte Gabriele Suhrborg. Sie verwies auf Beispiele wie Niki de Saint Phalle, die auch ohne Hochschule ihren Weg gegangen ist.

Wer sich im Sonderraum umsieht, traut das auch den Frauen zu, die hier ausstellen. Hier findet sich ab­strakte Malerei (Elke Munse) ebenso wie Fotorealismus - wobei es ein Rätsel ist, wie Petra Kleins Arbeit „Freie Zeit“ entstand: Der Blick fällt auf einen Park, am Eingang sitzen Menschen in der Sonne. Eigentlich ein Foto, das Klein zum Gemälde adelte.

Freundinnen und das Ende eines Sommers

Claudia Holsteg-Küpper zeigt dagegen eine Stahl-Skulptur, die schon beim Gucken müde Arme macht. Ein dürres Männlein versucht mit aller Kraft, einen Kubus zu stemmen.

Abstrakte Malerei, die an chinesische Schriftzeichen erinnert, stellt Antje Paselk vor - Barbara Spickermann-Horn präsentiert drei moderne „Freundinnen“. Keiner guckt sich an, alle blicken aufs Handy. Kommunikation 2017. Renate Scheel bringt eine bunte, energiegeladene „Verschmelzung von Kunst und Tanz“ auf die Leinwand - Edith Bein das „Ende eines Sommers“ - in satten grüngelben Farben.

Eine Familie aus Stahl à la Giacometti

Regine Kielmann präsentiert eine spindeldürre Stahl-„Familie“ à la Giacometti. Brigitte Tackenberg-Özek eine freche Akrobatin - eine Frau mit Punkfrisur und Gummi-Beinen. Und Magdalena Graf hat Thyssen Krupp ein feuriges, dampfendes Denkmal gesetzt.

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