Klimaprotest

Wesel: Aktivisten rufen zu Fahrraddemo auf – was sie fordern

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Die Fahrraddemo ist am 23. September wieder in Wesel geplant. Im Mai gab es bereits eine solche Veranstaltung.

Die Fahrraddemo ist am 23. September wieder in Wesel geplant. Im Mai gab es bereits eine solche Veranstaltung.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Wesel.  Verschiedene Gruppen planen am Samstag eine Fahrraddemo in der Weseler Innenstadt. Welche Ziele die Klimaaktivistin damit verfolgen.

Mehrere Gruppen rufen am Samstag, 23. September, wieder zu einer Fahrraddemo in Wesel auf. Gefahren wird auf Straßen, auf denen üblicherweise nur Autos unterwegs sind. Eine Aktionsgruppe rund um Fridays for Future, Parents for Future, ADFC und BUND lädt zu der Protestaktion ein. Um 12 Uhr soll es am Berliner-Tor-Platz in der Innenstadt losgehen.

Fahrraddemo in Wesel: Diese Zeile verfolgen die Initiatoren

Das Anliegen der Aktivisten: Es soll in Wesel ein kinderfreundliches Verkehrskonzept entwickelt werden. Das Ziel ist laut Mitorganisator Falco Weichselbaum: „Wie können wir unsere Kinder sicher und zeiteffizient zu ihren Zielen bringen? Denn wenn das gewährleistet ist, profitieren wir alle davon!” Auch an die Älteren solle dabei gedacht werden, „denn geringeres Verkehrsaufkommen macht den Weg frei für autonome Mobilität, für Konzepte, die den Mensch mit seinen Bedürfnissen in den Fokus rücken.“ An den Schulen sieht die Gruppe ein drängendes Problem mit Elterntaxis. „Hier werden gefährliche Situationen erzeugt und der Bewegungsdrang der Kinder eingeschränkt,“ sagt Mitorganisator Wilfried Gerritzen.

Im Frühjahr hatte die Aktionsgruppe bereits eine erste Fahrraddemo veranstaltet und die Umsetzung der Initiative für lebenswerte Städte gefordert. Der Antrag sei - gestellt mit anderen Akteuren zusammen - bewilligt worden, allerdings ohne Beachtung, dass auch eine Umsetzung erfolgen sollte. Nun gebe es von Bundesverkehrsminister Volker Wissing ein Eingeständnis zu mehr Gestaltungsfreiheit der Kommunen in der Verkehrspolitik. Dazu fordert die Aktionsgruppe eine konkrete Umsetzung.

Eingeladen sind diesmal speziell Kinder und Jugendlichen aus den Kitas und Schulen der Stadt. Plakate als Ankündigung haben die Veranstalter nach eigenen Angaben nicht öffentlich platzieren dürfen, trotzdem rechnen sie mit einem großem Interesse. Geplant ist auch ein Beisammensein mit Verpflegung und Kinderbetreuung.

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