Kirche

Wesel: Nach Blitzeinschlag schweigt die Domorgel im Februar

Halfdan Aussoren wartete noch im Mai 2019 die Orgel im Willibrordi-Dom. Kurze Zeit später richtete ein Blitz das Unheil an.

Halfdan Aussoren wartete noch im Mai 2019 die Orgel im Willibrordi-Dom. Kurze Zeit später richtete ein Blitz das Unheil an.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Wesel.  60.000 Euro Schaden entstanden im Juni bei einem Blitzeinschlag im Willibrordi-Dom. Nun wird die Orgel repariert und ein Spieltisch soll her.

Nach dem massiven Blitzeinschlag in den Willibrordi-Dom im Juni 2019 wird die erheblich beschädigte Dom-Orgel bis Ende Februar instand gesetzt. Die im Instrument verbaute computergestützte Speichereinheit, die es vor allem ermöglicht, Registrierungen abzuspeichern und schnell wieder abzurufen, wurde durch die Überspannung komplett zerstört. Es entstand ein Schaden in Höhe von mehr als 60.000 Euro.

Nach einem ausführlichen Verfahren, welches landeskirchlich vorgeschrieben ist, konnten nun die notwendigen Maßnahmen zur Instandsetzung in die Wege geleitet werden. Seit Anfang Februar wird die geschädigte Steuerungseinheit durch die Orgelbaufirma Karl Schuke aus Berlin gegen ein neues System ersetzt.

Durch die neue Steuereinheit, die heute einen deutlich verbesserten technischen Standard aufweist als die Technik von vor 20 Jahren, wird die Orgel auch mit neuen Funktionen ausgestattet, wodurch das Instrument, das sonst unverändert bleibt, neue klangliche Möglichkeiten erhält. Im Februar bleibt die Orgel stumm. Während des Gottesdienstes am Sonntag, 1. März, um 11 Uhr wird sie wieder in ihren Dienst gestellt.

Der Förderkreis Weseler Dommusik e.V. plant zudem die Anschaffung eines mobilen Spieltisches für die Dom-Orgel. Er bietet viele Vorteile, etwa einen besseren Kontakt zur Gemeinde, besseres Zusammenwirken von Orgel und Chören in den kirchenmusikalischen Veranstaltungen sowie neue Möglichkeiten der Konzertgestaltung. Dafür werden Spenden gesammelt.

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