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Wesel: Oldtimer- und Youngtimer weckten nostalgische Gefühle

Louis am Steuer sowie Jürgen Pelka und Eigentümer Thomas Langer (rechts).

Louis am Steuer sowie Jürgen Pelka und Eigentümer Thomas Langer (rechts).

Foto: Lars Fröhlich

Wesel.   Der elfte Oldtimer- und Youngtimertreff am Welcome Hotel lockte viele Fahrer und Schaulustige an die Rheinpromenade in Wesel.

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Auf dem Parkplatz vor dem Welcome Hotel herrschte am Ostersonntag ein großer Andrang – sowohl an Autos als auch an Schaulustigen und an Fahrzeugen. „Hier stehen so um die 200 Fahrzeuge“, freute sich Norbert Kirsch, der mit seinem Sohn Björn die elfte Auflage des Treffs organisiert hatte, über die fabelhafte Resonanz.

Besucher reisten mit Oldtimer nach Wesel

„Mein Sohn kennt einige Opel-Clubs. Es hat sich mittlerweile etabliert“, erläuterte er. Die Mischung aus Mundpropaganda und super Wetter war in diesem Jahr der Schlüssel zum Erfolg. Jürgen Lißel zeigte sich total fasziniert von einer Citroen-Limousine als Cabrio. „Da ist ja das Sofa zuhause nichts dagegen“, meinte der Mann aus Rheinberg-Millingen. „Ich bin eher so für Opel – der GT, das sind Träume“ , sagte dagegen seine Frau Anita.

Einige Besucher waren selbst mit einem Oldtimer angereist – so wie der Gladbecker Jürgen Rönner mit seinem Opel Rekord P 1. „Man ist in einer ganz anderen Zeit“, beschrieb das Mitglied der Oldtimerfreunde Schermbeck, was es heißt, so ein Fahrzeug bewegen zu können. Viele der Modelle weckten bei den Betrachtern nostalgische Gefühle, die Ausgangspunkt zahlreicher Gespräche waren.

Fachsimpeln und Wünsche erfüllen

„Den bin ich früher auch mit gefahren“, fachsimpelte der Klever Frank Schneider und plauderte mit dem Besitzer des „VW Kübel“ eine geschlagene Dreiviertelstunde. „Den hat man für die Bundeswehr gebaut“, erklärte Fahrer Jan Kreyerhoff die Faszination des Wagens. „Der ist Baujahr 1973 und den kann man auch als ,Nicht-Kfz-Mechaniker’ selber schrauben.“

Eine Isetta, Baujahr 1958, zog die Aufmerksamkeit der Raesfelderin Heike Dankers und ihres Sohnes Johannes auf sich. Dankers berichtete, dass sie sich nach Jahrzehnten den Wunsch, in der kleinen Kugel mit Rädern einmal Platz zu nehmen, erfüllt hat. „Das ist Ingenieurskunst – der Smart von früher“, fügte ihr Sohn anerkennend hinzu.

Fünf Meter langen Corvetten waren Hingucker

Richtige Hingucker waren die fast fünf Meter langen Corvetten des Schermbeckers Norbert Szanowski und des Voerders Wolfgang Nagraszus. „Manchmal vergessen die Leute an der Ampel sogar, weiterzufahren“, erzählte Szanowski und ließ einmal den Motor laut aufheulen. „Da macht sogar das Waschen Spaß“, ergänzte sein Nachbar.

Und bevor der Düsseldorfer Peter Eberler mit dem einzigen in Deutschland existierenden Nachbau eines Opel-Rallyewagens wegfuhr, erklärte der 65-jährige, warum Menschen diesen nostalgischen Fahrzeugen nach wie vor so viel abgewinnen können. „Die haben noch ein ‘Gesicht’. Die erkennt man noch.“

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